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Deutsche schätzen Unfallrisiko falsch ein

Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger halten eine private Unfallversicherung [1] für wichtig oder sogar sehr wichtig, so eine Studie des Markforschungsinstituts Yougov. Trotzdem unterschätzen die Befragten demnach vielfach das tatsächliche Unfallrisiko.

Unfallversicherung: Bundesbürger unterschätzen Unfallrisiko [2]

Der Studie zufolge unterschätzen die Bundesbürger insbesondere das Risiko von Unfällen in der Freizeit.

Laut der Studie “Strategiefeld Unfallversicherung [3]” halten 84 Prozent der Deutschen die Unfallrente für den wichtigsten Produktbestandteil. Ebenfalls von Bedeutung ist demnach eine Sofortleistung bei Schwerstverletzungen sowie ein Rücktransport von Kindern. Solche Leistungselemente der privaten Unfallversicherung generieren bei interessierten Personen oftmals auch eine höhere beziehungsweise zusätzliche Zahlungsbereitschaft, heißt es in der Untersuchung.

Das Thema Unfallversicherung ist demnach in den Köpfen der Verbraucher fest verankert. So halten 72 Prozent eine private Unfallversicherung für wichtig oder sogar sehr wichtig. Damit liegt sie laut der Studie hinsichtlich der subjektiven Wichtigkeit nur knapp hinter dem Spitzenreiter Altersvorsorge [4](77 Prozent).

Dennoch ist demnach der Besitz einer privaten Unfallversicherung mit nur 32 Prozent vergleichsweise gering. Immerhin könne sich jeder neunte Nicht-Besitzer  den Abschluss einer privaten Unfallversicherung in den nächsten zwölf Monaten vorstellen.

 Seite zwei: Kunden wollen persönliche Beratung zur Unfallversicherung [5]

Laut Yougov stand die persönliche Beratung und Vermittlung [6] bei Abschüssen einer privaten Unfallversicherung der letzten zwei Jahre deutlich im Vordergrund. Zwar wollen sich Interessenten einer privaten Unfallversicherung demnach stärker im Netz informieren, die große Produkt- und Leistungsvielfalt mache ihnen jedoch zu schaffen. Der Produktbedarf werde richtigerweise am stärksten mit der Wahrscheinlichkeit von Unfällen im Haushalt oder Garten von allen Befragten erkannt. Kunden glauben der Studie zufolge jedoch, dass Unfälle in der Freizeit weniger häufig stattfinden als dies die offiziellen Statistiken berichten.

“Es gibt bestimmte Themen und Produktmerkmale, auf die potenzielle Kunden besonders positiv reagieren”, sagt Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei Yougov. “Unfallrente und Sofortrente [7] bei Schwerstverletzungen sind zum Beispiel zwei Varianten mit hohem Kundennutzen. Die Risikowahrnehmung für Unfälle im Haushalt ist zwar gegeben, aber in anderen Lebensbereichen wird das Unfallrisiko schnell unterschätzt [8]“, so Dr. Gaedeke weiter.

Für die Studie “Strategiefeld Unfallversicherung” hat das Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov 1.500 Personen im Zeitraum vom 7. bis 16. Juli 2014 repräsentativ für das Alter 18 bis 65 Jahren befragt. (jb)

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