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Studie: Wissenslücken bei Wertpapieren

Mehr als die Hälfte derjenigen, die sich zum Thema Finanzen beraten lassen, geben an, keinerlei Kenntnisse über Aktien zu haben. Das zeigt eine aktuelle Analyse. Auch die Funktionsweise von Investmentfonds und festverzinslichen Wertpapieren ist den meisten Befragten demnach nicht bekannt.

Eine aktuelle Analyse offenbart große Wissenslücken der Verbraucher bei Geldanlagen.

57 Prozent der Ratsuchenden haben eigenen Angaben zufolge keine Kenntnisse über Aktien. Für die Analyse hat die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg [1] Daten aus 835 persönliche Geldanlage- und Altersvorsorgeberatungen untersucht, die zwischen November 2014 und Oktober 2015 in Verbraucherzentralen im gesamten Bundesgebiet stattfanden.

Die Aktie, das unbekannte Wesen

Weiter 31 Prozent geben demnach an, den Begriff zu kennen, aber nicht zu wissen, wie das Produkt funktioniert. Lediglich zwölf Prozent der Ratsuchenden kennen Aktien [2] und wissen, wie diese funktionieren. Vergleichbare Wissenslücken offenbaren die Befragten in Bezug auf Investmentfonds.

Hier räumen 49 Prozent keinerlei Kenntnis zu haben. Weiter  38 Prozent kennen die Funktionsweise von Investmentfonds nicht und nur dreizehn Prozent meinen, die Produkte zu kennen.

Seite zwei: Lücken auch bei Versicherungen und Einlagen [3]

Auch mit festverzinslichen Wertpapieren und deren Funktionsweise sind knapp 90 Prozent der Ratsuchenden nicht vertraut. Am wenigsten wissen die Befragten über Zertifikate beziehungsweise Optionsscheine: Lediglich ein Prozent gibt an, diese zu kennen.

Die Wissenslücken der Ratsuchenden besteht nicht nur im Bereich der Wertpapiere. Auch bei der weit verbreitete klassische Lebens- beziehungsweise Rentenversicherung [4] zeigen sich der Analyse zufolge Defizite beim Finanzwissen. Nur 18 Prozent der Ratsuchenden gibt an, ihre Funktionsweise zu verstehen.

Immerhin 36 Prozent räumen ein, über keinerlei Kenntnis zu verfügen. 46 Prozent der Befragten kennen demnach zwar das Produkt, wissen aber nicht, wie es funtkioniert. Auch kurzfristige Einlagen sind den Ratsuchenden der Analyse zufolge weniger vertraut, als ihre Verbreitung vermuten lässt.

Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

57 Prozent der Beratenen besitzen demnach kurzfristige Einlagen (Sparbuch, Tagesgeld, Termingeld), doch nur 43 Prozent geben an, mit deren Funktionsweise vertraut zu sein. 23 Prozent haben eigenen Angaben zufolge keinerlei Kenntnisse über einlagengesichterte Anlagen. (jb)

Foto: Shutterstock