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31. März 2015, 11:52
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Germanwings-Unglück: Luftfahrt-Versicherung wird nicht teurer

Der Absturz der Germanwings-Maschine in den Alpen dürfte die Versicherungen für Fluggesellschaften nach Einschätzung von Experten nicht teurer machen. Der Markt bleibe extrem umkämpft, und die Preise in diesem Jahr wahrscheinlich trotz des großen Schadens unter Druck, schätzte die auf Versicherer spezialisierte Ratingagentur A.M. Best am Dienstag.

Germanwings in Germanwings-Unglück: Luftfahrt-Versicherung wird nicht teurer

Das zerfetzte Flugzeug kommt die Versicherer vergleichsweise billig zu stehen: Der Wert des 24 Jahre alten Airbus A320 lag laut A.M. Best nur bei 6,5 Millionen Dollar – einem Bruchteil des Neuwerts.

Schon nach den großen Flugzeugunglücken von Malaysian Airlines und der Zerstörung der libyschen Flugzeugflotte im vergangenen Jahr hätten die Versicherer wenig an der Preisschraube drehen können, schreibt Analystin Catherine Thomas. Nur direkt betroffene Fluglinien hätten höhere Prämien bezahlen müssen.

Alter Airbus günstiger für Versicherer

Der Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings war am Dienstag vergangener Woche auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf in Südfrankreich abgestürzt. Die Ermittler gehen nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass der Copilot das Flugzeug absichtlich in Sinkflug versetzte und gegen eine Felswand steuerte.

Die betroffenen Versicherer unter der Führung der Allianz müssen nun voraussichtlich die Angehörigen entschädigen und haben laut Lufthansa 300 Millionen US-Dollar (278 Mio Euro) zurückgestellt.

Das zerfetzte Flugzeug kommt die Versicherer vergleichsweise billig zu stehen: Der Wert des 24 Jahre alten Airbus A320 lag laut A.M. Best nur bei 6,5 Millionen Dollar – einem Bruchteil des Neuwerts.

Dicke Gewinne durch Fluggesellschaften

Das Geschäft mit Fluggesellschaften hatte den Versicherern jahrelang dicke Gewinne eingebracht. Zum Jahreswechsel 2014/2015 berichtete der im Luftfahrtgeschäft stark engagierte Rückversicherer Hannover Rück jedoch von einem Preisverfall um sieben Prozent.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

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