Anzeige
28. April 2015, 17:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wie Versicherer in der Wiederanlage besser werden

Mit der Wiederanlagequote (WAQ) von auslaufenden Lebensversicherungen sieht es eher mau aus, ergab eine aktuelle Studie des Beratungshauses Simon-Kucher & Partners. Die Assekuranz gebe sich mit dem Erreichten zufrieden, kritisieren die Studienautoren. Sie halten eine Steigerung der WAQ von derzeit 15 Prozent auf bis zu 25 Prozent für möglich.

Wiederanlagemanagement: Wie Versicherer besser werden können

Dirk Schmidt-Gallas, Simon-Kucher: “Versicherer müssen ein klares Ziel für die Steigerung der WAQ formulieren und die notwendigen Hebel in Verkauf, Prozessen, Produkten und Kundenbeziehungen stellen. “

Rund 110 Millionen Euro werden durchschnittlich pro Tag an Kunden auslaufender Lebensversicherungen in Deutschland ausbezahlt, teilt Simon-Kucher mit. Obwohl die Bedeutung des Themas Wiederanlage angesichts dieser Summen bei über 40 Prozent der befragten Versicherungsmanager im Vergleich zu 2014 zugenommen habe, werde bislang jedoch nur durchschnittlich jeder siebte Vertrag (15 Prozent) wiederangelegt, lautet eine Erkenntnis der Studienmacher.

Versicherer sind zu selbstzufrieden

Dabei sei es erstaunlich, erklären die Berater, dass die Mehrheit der Versicherer mit dieser niedrigen WAQ zufrieden sei. Demnach sind mehr als zwei Drittel der Versicherer mit einer WAQ von weniger als zehn bis 20 Prozent der Ansicht, dass dieses Ergebnis “gut” bis “sehr gut” sei.

“Eine WAQ von 25 Prozent ist für jeden guten Versicherer realistisch und erstrebenswert”

“Diese Haltung ist sehr selbstbewusst. Zu selbstbewusst”, sagt Simon-Kucher-Berater Dr. Dirk Schmidt-Gallas. Denn die Besten der Studie erzielten Quoten von über 30 Prozent. “Eine WAQ von 25 Prozent ist für jeden guten Versicherer realistisch und erstrebenswert”, betont Schmidt-Gallas.

Assekuranz zweifelt an eigenen Produkten

Dazu müssten allerdings Änderungen in Verkaufsprozessen, Produkten und Kundenkontakt zugelassen und ganzheitlich konsequent umgesetzt werden, geben die Berater zu bedenken. “Die Versicherer sehen laut Studie selbst eindeutig höheres Verbesserungspotenzial im Verkauf glauben jedoch, dass die Produkte nicht attraktiv genug sind”, berichten die Autoren.

Seite zwei: “Ein unstrukturiertes Vorgehen ist pures Gift für die WAQ”

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

BPK 2017: HanseMerkur legt deutlich zu

Die HanseMerkur Versicherungsgruppe hat auf ihrer diesjährigen Bilanzpressekonferenz die Unternehmenszahlen präsentiert. Vorstandsvorsitzender Eberhard Sautter zeigt sich angesichts eines schwierigen Jahres 2017 hochzufrieden mit den Ergebnissen.

mehr ...

Immobilien

Stärkster Preisanstieg bei Wohnimmobilien seit Mitte 2017

Die unstete Preisentwicklung der letzten Monate bei Wohnimmobilien setzte sich auch im März fort: Ausgerechnet die Preise für Neubauhäuser, die in den letzten zwölf Monaten immer angestiegen waren, gingen im März 2018 im Vergleich zum Vormonat um 0,22 Prozent zurück. Derweil stiegen die Preise für Bestandshäuser und Eigentumswohnungen mit jeweils über einem Prozent vergleichsweise deutlich.

mehr ...

Investmentfonds

Ökoworld fordert Ablösung der VW-Führungsspitze

Auch nach der Ablösung von Matthias Müller als VW-Chef erneuert die Ökoworld AG den bereits Anfang Februar geforderten Rücktritt der gesamten VW-Chef-Etage. Das Denken und Empfinden der Vorstände und Aufsichtsräte der VW AG seien für die Menschen weltweit im 21. Jahrhundert nicht mehr tragbar.

mehr ...

Berater

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

HSH-Abwicklungsbank sieht Schifffahrtskrise durchschritten

Die Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für faule Schiffskredite der HSH Nordbank hat im Jahr 2017 einen Verlust von 44,4 Millionen Euro gemacht und damit das Minus deutlich reduziert.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...