30. November 2016, 12:30
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Honorare und Provisionen nach der IDD-Umsetzung

Wird der Gesetzesentwurf nicht modifiziert, zwingt er viele Vermittler, ihre Servicegebührenkonzepte anzupassen. Blieben sie unverändert, könnte die Vergütung wegen teilweiser Überschneidung der Leistungen mit der Versicherungsvermittlung insgesamt unwirksam sein. Betroffene Vermittler verlören Ihre Vergütungsansprüche und setzten sich Risiken wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen aus.

Entwurf erstickt Wettbewerb 

Es erscheint zweifelhaft, dass die Ziele des Entwurfs einen derartig weit reichenden Eingriff rechtfertigen. Jedenfalls erstickt der Entwurf den nach Öffnung der Honorarvermittlungsmöglichkeit durch Versicherungsvertreter sich verbreitenden Wettbewerb zwischen courtage- und honorarbasierter Vermittlung. Er zwingt Vermittler dazu, kostentreibend zweite Gesellschaften zu gründen, die im Privatkundengeschäft gegen Honorar vermitteln oder betreuen.

Der Entwurf lässt auch die Frage offen, ob Leistungen des Honorar-Versicherungsberaters umsatzsteuerfrei sein werden oder nicht. Paragraf 4 Nr. 11 UStG befreit nur Umsätze aus der Makler- und Vertretertätigkeit. Erweitert der Gesetzgeber den Ausnahmetatbestand nicht, dürfte allein die Umsatzsteuerbelastung des Verbrauchers der erhofften Stärkung der Honorarberatung entgegen stehen.

Das Provisionsabgabeverbot

Die Bundesregierung will das Provisionsabgabeverbot gesetzlich verankern (Paragraf 34d Abs. 1 S. 6 und S. 7 GewO-E, 48b VAG-E). Es soll nicht nur verboten sein, eine Provision vollständig oder teilweise abzugeben, sondern auch, für den Abschluss einer Versicherung versicherungsfremde Sach- oder Dienstleistungen im Wert von mehr als 15 Euro pro Versicherung und Kalenderjahr zu versprechen oder entsprechende Rabatte auf Waren oder Dienstleistungen einzuräumen.

Seite vier: Entwurf könnte er sich negativ auf Courtage auswirken

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1 Kommentar

  1. Na ja , das nennt man wohl Abbau der Bürokratie !
    Statt die bestehenden Regelungen für zigtausende Versicherungsvermittler und Makler klarer zu fassen wird unter dem Leitgedanke des Wettbewerbs für 304
    Honorarberater ein Verwaltungsmonster ungeahnten Ausmassses geschaffen, das mehr verwirrt als hilft.
    Statt Dinge zu vereinfachen werden höchst komplexe Strukturen geschaffen, die vermutlich keinem wirklich helfen.
    Statt einem neuen unübersichtlichen Werk sollte man die Trennlinien zwischen Honorarberatung und Vermittlung klar und eindeutig ziehen. Wie immer wenn man versucht den EU ( Europäischen Unsinn ) in nationales Recht zu übertragen schafft man es alles nur noch komplizierter zu machen.
    Werft die Technokraten in Brüssel endlich raus und weicht nicht fortlaufend bestehende nationale Rechtsthemen auf. Für eine lächerliche Minderheit von 304 Honorarberatern macht man einen derartigen Zirkus. Als Beispiel kann man den ebenso fehlerhaften Ansatz in Sachen Stromliberalisierung anführen, hier wird auch auf den Wettbewerb gesetzt und wie ersichtlich war und ist es eine massive Fehleinschätzung, kaum ein Kunde zahlt heute weiniger als vorher.
    Der Vermittler und Makler vermittelt und erhält die Courtage vom Versicherer. Bei Finanzdienstleistern werden diese Zuwendungen offengelegt und es wird klar gestellt, wer den Vermittler vergütet und in welcher Höhe. Mehr braucht es wirklich nicht. Versicherungsvermittlung ist kein Teppichmarkt in Hinteranatolien sondern durchaus auch das Hohe Lied im Umgang mit Existenzen. Aus meiner täglichen Praxis im Zusammenhang mit Pensionszusagen ist eines klar, trotz oftmals desolatem Zustand der PZ ist der Kunde nicht bereit für die Analyse und anschließende Beratung auch nur einen Cent Honorar zu bezahlen, hier erwartet man vom Berater diese als vorgeschaltete kostenfreie Dienstleistung.

    Kommentar von Uwe Hummel — 1. Dezember 2016 @ 10:27

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