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Telematik-Tarife: Noch viel Skepsis

49 Prozent der Deutschen lehnen Telematik-Versicherungstarife grundsätzlich ab, weil sie Daten über ihr Fahrverhalten nicht an eine Versicherung weitergeben möchten. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen GfK-Befragung im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Bei Telematik-Tarifen wird die Versicherungsprämie auch mithilfe der elektronischen Aufzeichnung des Fahrverhaltens berechnet.

Jeder vierte deutsche Autofahrer (25 Prozent) kann sich vorstellen, einen Telematik-Versicherungstarif abzuschließen. Weitere 26 Prozent glauben, dass sie durch ihr Fahrverhalten bei einem solchen Tarif nicht viel sparen könnten.

Bei Telematik-Tarifen wird die Versicherungsprämie nicht allein wie bislang üblich anhand der klassischen Tarifierungsmerkmale wie Fahrleistung, Schadenfreiheitsrabatt oder der Typklasse berechnet, sondern auch mithilfe der elektronischen Aufzeichnung des Fahrverhaltens.

Grundprinzip gilt als gerecht

Das Grundprinzip hinter den neuen Angeboten wird von der großen Mehrheit als gerecht empfunden, ergab die Umfrage: Zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten stimmen zu, dass vorsichtige Autofahrer weniger oder Raser mehr Versicherungsprämie bezahlen sollten. Nur 33 Prozent meinen, dass das persönliche Fahrverhalten keinen Einfluss auf die Versicherungsbeiträge haben sollte.

Für die Umfrage hat die GfK Versicherungskunden ab 18 Jahren repräsentativ befragt. Insgesamt wurden 2.578 Online-Interviews geführt. (kb)

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