20. Juli 2016, 09:28
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Versicherer in Sorge: Forscher schrauben Hochwasserschäden-Prognose nach oben

Unterdessen besteht beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Sorge, dass die Versicherer angesichts des zukünftigen Bedrohungspotenzial überfordert sein könnte, wenn hierzulande nicht verstärkt auf präventive Maßnahmen gesetzt wird. So betonte der Verband vergangene Woche in einer Stellungnahme: “Versicherungsschutz für Schäden durch Naturgefahren kann Prävention nicht ersetzen”.

Geplantes Hochwasserschutzgesetz II: GDV wünscht sich konkretere Aussagen

Entsprechend begrüßt der GDV “ausdrücklich” den Referentenentwurf eines Gesetzes auf Bundesebene, das den Hochwasserschutz verbessern und Verfahren des Hochwasserschutzes vereinfachen solle. In dem Entwurf zum sogenannten Hochwasserschutzgesetz II würden “Kernforderungen der Versicherungswirtschaft zum präventiven Verhalten aktiv aufgegriffen”, lobte der Verband.

Gleichwohl lasse der vorliegende Referentenentwurf “Raum für Klarstellungen und Verbesserungen”, erklärten die Interessenvertreter der Versicherungswirtschaft. So enthalte der Entwurf “zahlreiche unbestimmte Rechtsbegriffe”, zudem mangele es an Hinweisen zur “konkreten Ausführung”. Dies treffe unter anderem auf den Begriff des “hochwasserangepassten” Bauens zu.

Wettlauf gegen die Zeit

Die Umsetzung der Maßnahmen könnte sich noch als Wettlauf gegen die Zeit erweisen: So erwartet auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) höhere Schaden durch den Klimawandel. “Häufiger als früher wird es künftig starke Niederschläge durch die erhöhte Bildung von Wasserdampf geben”, sagte Diplommeteorologe Gerhard Lux. Einer DWD-Klimaprojektion zufolge könnten niederschlagsstarke Wetterlagen eines besonders gefährlichen Typs von 1950 bis zum Jahr 2100 sogar um 50 Prozent zunehmen. (dpa-AFX, lk)

Foto: Shutterstock

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