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“Die Halterhaftung ist ein zukunftsfähiges Modell”

Der Berliner Rechtsprofessor Christian Armbrüster hat bei der Fachkonferenz “Auto Digital” in Bremen darauf hingewiesen, dass autonomes Fahren weiterhin nicht zulässig sei. Automatisierte Systeme müssten jederzeit durch den Fahrer übersteuert und abgeschaltet werden können. Allerdings ändere sich für die Versicherungen durch autonomes Fahren nichts.

Das autonome Fahren ist eine der zentralen technologischen Herausforderungen für die Automobilbranche.

“Für die Eintrittspflicht der Kfz-Haftpflichtversicherung [1] ist immer noch die Halterhaftung entscheidend”, gab Armbrüster zu bedenken. “Die Halterhaftung ist ein zukunftsfähiges Modell.”

Der Münchner Versicherer Allianz sieht sich auch deshalb gut aufgestellt. Das heutige Haftungssystem sei bestens geeignet für die Diskussion über autonomes oder halbautonomes Fahren, sagte der Vorstandsvorsitzende der Allianz Versicherungs AG, Joachim Müller. “Wir unterstützen das autonome Fahren, weil wir glauben, dass es den Verkehr sicherer macht.” Müller rechnete aber mit einem Prozess, der eher in Dekaden läuft.

Das autonome Fahren [2] ist aus Sicht von Daimler-Entwicklungsvorstand Ola Källenius eine der zentralen technologischen Herausforderungen für die Automobilbranche. Dies sei eine sehr komplexe Aufgabe. Daimler sei in dem Bereich bereits in der Serienentwicklung. Eine zentrale Frage sei, was die Menschen in Zukunft in einem selbstfahrenden Auto tun würden, sagte das Daimler-Vorstandsmitglied.

Autonomes Fahren in Städten noch in weiter Ferne

Bei Assistenzsystemen gebe es eine schnelle Entwicklung. Autos könnten damit deutlich schneller und besser auf ihre Umwelt reagieren und so die Sicherheit erhöhen, betonte Källenius. Die Wahrscheinlichkeit, Unfälle zu vermeiden, werde steigen, da fast alle Unfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen seien.

Nach Angaben des Geschäftsführers des Verbandes der Automobilindustrie, Joachim Damasky, werden ab 2018 auf deutschen Autobahnen Autos unterwegs sein, die alleine fahren und die Spur wechseln können. Die technischen Herausforderungen seien dort recht begrenzt. Bis autonomes Fahren auf den Landstraßen oder in den Städten möglich sei, würden aber noch “viele Jahre” vergehen. Damasky: “Vielleicht werde ich das als aktiver Autofahrer nicht mehr erleben.” (dpa-AFX)

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