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Digitalisierung: “Agile Arbeitsweisen etablieren”

Eine Schlüsselrolle für den digitalen Wandel eines Versicherungsunternehmens haben die IT-Abteilunen inne. Ihnen obliegt es, sich weg vom internen Dienstleister hin zum Treiber der Digitalisierung im eigenen Hause zu entwickeln. Gastbeitrag von René Schoenauer, Guidewire

René Schoenauer: “Durch das Auslagern der IT-Infrastruktur an externe Dienstleister mit Cloud-Services werden für die hausinterne IT-Abteilung Kapazitäten frei, welche für zukunftsweisende Projekte eingesetzt werden können.”

Das Versicherungsunternehmen der Zukunft muss vor allem zwei Bereiche seiner Geschäftsabläufe optimieren:

1. Modernisierung des Angebots: Bisher verfügbare Versicherungsprodukte müssen um eine Smart-User-Experience erweitert werden. Dieses intelligente Nutzererlebnis wird durch innovative digitale Ansätze [1] und der umfangreichen Nutzung der gespeicherten Daten gestützt. Das Repertoire sollte in jedem Fall personalisierte Angebote, den Zugriff auf Produkte über eine Vielzahl an unterschiedlichen Kanälen sowie Self-Services anbieten. Außerdem sollten dem Vertrieb und Maklern moderne Mittel der Zusammenarbeit zur Verfügung stehen.

2. Digitale Technologien für Innovation nutzen: Unbefriedigten Kundenbedürfnissen können Versicherer mit neuen Angeboten entgegentreten, die erst durch den Einsatz digitaler Technologien möglich gemacht werden. Risikotransferlösungen können beispielsweise um Vorsorgedienste sowie Dienste zur Risiko-Prävention erweitert werden, Versicherungsprodukte können durch neue Vertriebskanäle und Partnerschaften einem größeren Kundenkreis zugänglich gemacht werden und so einen größeren Mehrwert erzielen.

Eine Schlüsselrolle für den digitalen Wandel eines Versicherungsunternehmens hat somit die IT inne. Anstatt sich ausschließlich um Hardware-Infrastruktur, Regularien, Compliance und Governance zu kümmern, obliegt es IT-Abteilungen, sich weg vom internen Dienstleister hin zum Treiber der Digitalisierung im eigenen Hause zu entwickeln. Es sollte nicht mehr darum gehen, IT-Infrastrukturen am Laufen zu halten. Das können externe Dienstleister oft viel besser. Der IT-Experte im Haus muss zum Partner der Fachabteilungen werden und den Wandel aktiv vorantreiben und implementieren.

Elementare Weiterbildungsthemen

Aktuell zeigt sich häufig noch das Bild, dass IT-Fachkräfte mit dem Erhalt veralteter Systeme voll ausgelastet sind und keine Zusatzaufgaben mehr übernehmen können. Durch das Auslagern der IT-Infrastruktur an externe Dienstleister mit Cloud-Services werden für die hausinterne IT-Abteilung Ressourcen und Kapazitäten frei, welche zur Unterstützung der strategischen Positionierung des Unternehmens und somit für zukunftsweisende Projekte eingesetzt werden können.

Ziel muss es sein, agile Arbeitsweisen zu etablieren und über alle Fachbereiche hinweg zu entfalten. Der Fokus liegt nun nicht mehr auf dem Betrieb und der Bereitstellung der Infrastruktur eines Unternehmens, sondern vielmehr im Bereich Software und Technologie. Digitalisierungsthemen sowie die Vermittlung von technischem Wissen und Verständnis innerhalb der Belegschaft [2] sind elementare Weiterbildungsthemen. Zusätzlich können neu rekrutierte Fachkräfte mit entsprechender Expertise dazu beitragen, den Wandel möglichst rasch und nachhaltig über alle Unternehmensbereiche hinweg zu vollziehen.

Autor René Schoenauer ist Product Marketing Manager EMEA bei Guidewire.