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Dread-Disease-Schutz: Ins Beratungsgespräch integrieren

Aufklärungsarbeit ist gefragt: Ebenso wie eine Berufsunfähigkeit reißen auch schwere Krankheiten finanzielle Versorgungslücken bei den Betroffenen auf. Der Dread-Disease-Schutz sollte im Beratungsgespräch Berücksichtigung finden.

Gastbeitrag von Gordon Hermanni, Zurich Gruppe Deutschland

“Nur in wenigen Fällen kennen Kunden berufsunfähige Personen, aber Freunde und engere Bekannte mit schweren Erkrankungen sind ihnen direkt präsent.”

Immer wieder fördern Beratungsgespräche [1] zu Tage, dass das Bewusstsein für den zusätzlichen Schutz gegen schwere Krankheiten erst im Laufe der Beratung geschaffen wird.

BU mit höchster Priorität

Nur in wenigen Fällen kennen Kunden berufsunfähige Personen, aber Freunde und engere Bekannte mit schweren Erkrankungen sind ihnen direkt präsent. Der Dread-Disease [2]-Schutz sollte also auch immer Berücksichtigung finden.

In der Absicherung biometrischer Risiken besitzt die Berufsunfähigkeitsabsicherung [3] nach wie vor die höchste Priorität. Mit der Absicherung der Arbeitskraft ist das Thema biometrischer [4] Risiken jedoch nicht erschöpft: Wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, braucht häufig vielfältigere Hilfe.

In den Beratungsgesprächen sollten daher auch andere Risiken angesprochen werden, die die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kunden erheblich einschränken können. Wir merken, dass gerade für Risiken, für die ein klassischer BU-Schutz unter gesundheitlichen oder preislichen Aspekten nur schwer erreichbar ist, Alternativen gefragt sind.

Eine Erwerbsunfähigkeitsabsicherung [5], die Absicherung gegen den Verlust grundlegender körperlicher Fähigkeiten oder der Schutz gegen schwere Krankheiten sind mögliche Optionen.

Zusätzlicher Schutz 

Eine Versicherung zum Schutz vor den finanziellen Folgen von schweren Erkrankungen sollte beispielsweise gedanklich neben der Einkommenssicherung stehen und keinen alternativen, sondern einen zusätzlichen Schutz bieten.

Die Konzepte ergänzen sich: Während die BU den Verlust des monatlichen Einkommens absichert, deckt der Krankheits-Schutzbrief den finanziellen Sofortbedarf in Form einer Einmalzahlung.

Hier bietet der Krankheits-Schutzbrief den Kunden eine Lösung, die im Maklermarkt nicht zuletzt aufgrund der garantierten Beiträge für die gesamte Vertragslaufzeit bereits sehr gut angenommen wird.

Seite zwei: Produkt-Update greift Bedürfnisse der Kunden auf [6]

Mit der Erweiterung der beiden Absicherungsmodelle “Eagle Star Krankheits-Schutzbrief” und “Eagle Star Erweiterter Krankheits-Schutzbrief” berücksichtigen wir Kundenbedürfnisse [7] unmittelbar in unseren Produkten.

Zum 1. April 2017 werden zusätzliche Erkrankungen wie zum Beispiel die Erkrankung des motorischen Nervensystems und Muskelschwund mitversichert.

Das Produkt-Update formuliert die Definitionen der insgesamt 66 versicherten Erkrankungen zudem an vielen Stellen verständlicher und damit kundenfreundlicher. Außerdem wird die pauschale Höhe der Teilleistungen, welche bei Erkrankungen mit geringerem Schweregrad gezahlt werden, von bisher 15.000 Euro auf 25.000 Euro erhöht.

Absicherung auch für Profisportler

Wir tragen den Wünschen unserer Kunden Rechnung, indem nun auch Profisportler – je nach Sportart und Ergebnis der individuellen Risikoprüfung – versichert werden können. Auch wurde der pauschale Ausschluss gefährlicher Hobbies und Freizeitbeschäftigungen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen [8] entfernt und das Produkt im Todesfall um einen vorläufigen Versicherungsschutz erweitert.

Eine Neuerung gibt es auch für Kinder, die zunächst kostenlos beim jeweiligen Elternteil mitversichert sind. Sie können nach Ablauf der Kindermitversicherung im Alter von 18 Jahren bzw. maximal 21 Jahren nach Beendigung ihrer Ausbildung oder eines Studiums innerhalb von sechs Monaten ohne erneute Gesundheitsprüfung einen eigenen Dread-Disease-Schutz in Höhe von bis zu 35.000 Euro abschließen.

Der Autor Gordon Hermanni ist Leiter Key Account Management Vertrieb Leben der Zurich Gruppe Deutschland.

Foto: Florian Sonntag

 

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