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Kfz-Versicherung: Die fünf häufigsten Irrtümer

Die Höhe der Prämien für eine Kfz-Versicherung hängt von zahlreichen Faktoren ab die sich jeweils unterschiedlich auswirken. So kommt es unter Autofahrern häufig zu Mythen bezüglich des Einflusses den bestimmte Umstände auf die Beitragshöhe haben.

Der Einfluss vieler Faktoren auf den Kfz-Beitrag wird von den Autofahrern stark überschätzt.

Das Verbraucherportal Toptarif hat untersucht, welche Rabatt-Mythen zur Kfz-Versicherung besonders weit verbreitet sind und ob diese tatsächlich zutreffen.

Für diese Untersuchung wurde ein 35 Jahre alter Angestellter mit einem VW Passat 2.0 TDI aus dem Baujahr 2011 vorausgesetzt, der in Berlin und jährlich etwa 10.000 Kilometer fährt. Das Auto ist dabei voll- und teilkaskoversichert [1] (Selbstbeteiligung: 300 Euro/150 Euro).

Die Berechnung setzt sich laut Toptarif aus dem Durchschnitt der 15 günstigsten Versicherer mit den entsprechenden Tarifmerkmalen zusammen.

Erster Irrtum: Punktesünder müssen mehr zahlen

Weit verbreitet sei der Glaube, dass Autofahrer mit Punkten in Flensburg höhere Kfz-Beiträge zahlen müssen, weil ihre Unfallgefahr höher sei.

Diese Annahme ist Toptarif zufolge jedoch falsch, da die Untersuchung belege, dass nur ein kleiner Anteil der Kfz-Versicherer [2] mehr Geld von Punktesündern verlangen.

Da diese dann jedoch einen Aufschlag von bis zu 140 Euro (20 Prozent) verlangen, könne sich ein Vergleich der Kfz-Versicherung hier jedoch stark lohnen.

Zweiter Irrtum: Geringere Prämien für Ehepaare

Entgegen der Überzeugung vieler Autofahrer, sei es den meisten Kfz-Versicherern egal ob die Versicherten verheiratet sind oder nicht, da der Familienstand kaum Einfluss auf das Unfallrisiko [3] habe.

So gewähren laut Toptarif nur sehr wenige Versicherer Rabatte für verheiratete Fahrer. Im beschriebenen Modellfall zahle ein verheiratetes Paar beispielsweise nur 0,2 Prozent weniger als ein Single.

Seite zwei: Mitgliedschaft im Automobilclub [4]

Dritter Irrtum: Automobilclub-Mitgliedschaft senkt Beiträge

Auch von einer Mitgliedschaft in einem Automobilclub wie dem ADAC sei ein Preisnachlass bei der Kfz-Versicherung [5] nicht zu erwarten.

Anhand des ADAC werde deutlich, dass eine Mitgliedschaft die Prämien weder senkt noch erhöht. Nur noch wenige Versicherungen geben einen derartigen Rabatt und dieser bewege sich im kleinen einstelligen Prozentbereich.

Vierter Irrtum: Garagenparkplatz bringt niedrige Prämien

In der Garage ist der Wagen sowohl vor Wind und Wetter, als auch vor Diebstahl geschützt. Dass diese Sicherheit von Versicherungen mit Rabatten belohnt werde, sei jedoch ein Irrglaube.

So habe die Untersuchung von Toptarif gezeigt, dass Autofahrer [6] die ihr Fahrzeug in der Garage abstellen im Schnitt nur etwa zwei Prozent weniger (14 Euro) zahlen müssen.

Fünfter Irrtum: Familien mit Kindern fahren günstiger

Statistisch treffe es zwar zu, dass Familien sicherer fahren und so häufiger unfallfrei bleiben, jedoch spiele das für die Kfz-Versicherung keine große Rolle.

Eine überwiegende Mehrheit der Versicherungsanbieter [7] gewähre keinerlei Rabatte für Familien und bei einzelnen Versicherern müssen diese sogar mit Zuschlägen von bis zu 30 Euro (vier Prozent) rechnen. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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