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Patientenschützer verlangen Maßnahmen gegen Pflegenotstand

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die künftige Bundesregierung aufgefordert, verbindliche Maßnahmen gegen den Pflegenotstand zu ergreifen. “Würde wahrende Pflege ist ohne würdige Arbeitsbedingungen nicht möglich. Notwendig sind gesetzliche Leitplanken für die Arbeitsbedingungen”, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur.

Die Jamaika-Unterhändler befassen sich an diesem Montag auch mit dem Thema Pflege.

“Deshalb muss jetzt der bundesweite einheitliche Personalschlüssel für alle Krankenhäuser [1] und Pflegeheime kommen”, so Brysch weiter. Die Jamaika-Unterhändler befassen sich an diesem Montag auch mit dem Thema Pflege [2].

Mehr Unterstützung für Berufstätige

Zudem forderte die Stiftung mehr Unterstützung für Berufstätige, die einen Angehörigen pflegen. “Wenn Angehörige für die Pflege einige Monate aus dem Beruf aussteigen wollen, müssen sie eine Lohnersatzleistung bekommen”, argumentierte Brysch.

Er fügte hinzu: “Was am Anfang des Lebens beim Elterngeld geht, muss mit einem Pflegezeitgeld auch am Ende des Lebens möglich sein.” Deshalb müssten Angebote wie Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege oder Tages- und Nachtpflege “planmäßig um 40 Prozent ausgebaut werden”. (dpa-AFX)

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