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Trauerfall-Vorsorge: So geht aktiv gelebte Generationenberatung

Wer sich frühzeitig mit den Themen der Generationenberatung befasst, verhilft seinem Kunden zu dem guten Gefühl, diese Dinge selbstbestimmt für sich und seine Angehörigen geregelt zu haben.

Gastbeitrag von Walter Capellmann, Monuta Versicherungen

Der Berater sollte sich selbst und seinem Kunden bewusst machen, dass die Vorsorge dafür ein positiv besetztes Thema ist.

Der demografische Wandel [1] in unserer Bevölkerung ist nicht zu übersehen. Gesellschaftliche Strukturen verändern sich und mit ihnen wandeln sich auch die Themen in Beratung und Vertrieb.

Pflichtthemen einer Vorsorgeberatung

Eine schwere Krankheit, ein Pflegefall [2] und auch der Trauerfall sollten in einer insgesamt alternden Bevölkerungsstruktur zu den Pflichtthemen einer umfassenden Vorsorgeberatung gehören.

Das Ergebnis einer von den Monuta Versicherungen in Zusammenarbeit mit dem Institut Forsa durchgeführten Umfrage unter Bundesbürgern belegt, dass zu Themen wie der Nachlassregelung und der finanziellen Absicherung des Trauerfalls Beratungsbedarf [3] besteht.

Über die Hälfte der Befragten hat sich über die Vorsorge für die eigene Bestattung bereits Gedanken gemacht. Eine finanzielle Absicherung hat jedoch nur ein Drittel der Befragten getroffen. Für die Organisation der eigenen Trauerfeier haben sogar nur acht Prozent der Bundesbürger eine Vorsorge getroffen.

Belastungen unterschätzt

Auch in diesem Punkt besteht Aufklärungsbedarf, denn häufig werden die finanziellen und organisatorischen Belastungen eines Trauerfalls für Familie und Angehörige unterschätzt. Bestattungskosten [4] in Höhe von durchschnittlich 6.000 Euro – in einigen Regionen auch bis zu 10.000 Euro – sind heute keine Seltenheit mehr.

Hinterlässt der Verstorbene keine ausreichenden Mittel, kann häufig auch die Familie diese Beträge nicht ohne Weiteres aufbringen. Auch den sich hartnäckig haltenden Irrtum, die gesetzliche Krankenkasse [5] würde ein Sterbegeld [4] zahlen, sollten Vorsorgeberater aufklären.

Diese Leistung wurde mit der Reform der gesetzlichen Krankenkassen bereits im Jahr 2004 eingestellt. Nicht nur der demografische Wandel verändert unsere Gesellschaft. Auch die Zuwanderung bringt neue kulturelle Einflüsse.

Seite zwei: Aktiv gelebte Generationenverantwortung [6]

Kunden unterschiedlicher Herkunft haben auch individuelle Bedürfnisse und Wünsche an eine Trauerfall-Vorsorge. Vielen Familien ausländischer Herkunft ist beispielsweise die Bestattung und Trauerfeier in ihrem Geburtsland ein wichtiges Anliegen. Begräbnis und Trauerfeier sind oft von traditionellen Vorstellungen geprägt.

Dieser Wunsch ist jedoch häufig mit einem hohen organisatorischen Aufwand und nicht unerheblichen Kosten verbunden. So ist beispielsweise die Rückführung des Verstorbenen in sein Heimatland zu organisieren – je nach religiösem Hintergrund auch innerhalb kürzester Zeit.

Aktiv gelebte Generationenverantwortung

Häufig geäußerte Vorbehalte, die Vorsorge für eine schwere Krankheit oder den Trauerfall im Kundengespräch [7] zu thematisieren, sind unangebracht. Der Berater sollte sich selbst und seinem Kunden bewusst machen, dass die Vorsorge dafür ein positiv besetztes Thema ist.

Wer sich frühzeitig mit den Themen der Generationenberatung [8] befasst, verhilft seinem Kunden zu dem guten Gefühl, diese Dinge selbstbestimmt für sich und seine Angehörigen geregelt zu haben. Die Vorsorge dafür ist aktiv gelebte Generationenverantwortung.

Autor Walter Capellmann ist Hauptbevollmächtigter der Monuta Versicherungen in Deutschland.

Foto: Shutterstock


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