31. Mai 2017, 07:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wiedergeburt des Provisionsabgabeverbots

Zwar könnte die Teilung laufender Provisionen auch nach dem Verbot zulässig sein. Unklar ist jedoch, ob Vermittler die Verwendung der Nachlässe zur Prämienreduzierung sicherstellen müssen, dies jedoch nur können, wenn sie das Inkasso ausüben, oder ob jede dauerhafte Reduzierung der wirtschaftlichen Belastung des Verbrauchers ausreicht. Auch die Frage, ob sich eine Leistungserhöhung durch die Provisionsabgabe in der Lebensversicherung auch dann als dauerhaft im Sinne des Ausnahmetatbestandes darstellt, wenn sie frühstornobedingte geringe Rückkaufswerte der ersten Vertragsjahre auffängt, überlässt der Gesetzgeber den Entscheidungen der Gerichte.

Bundesrat will Prüfung weniger einschneidender Maßnahmen

Der Bundesrat hat darum gebeten, zu prüfen, ob das Aufrechterhalten des Provisionsabgabeverbots notwendig und sinnvoll ist. Es solle geprüft werden, ob Wettbewerb, Beratungsqualität und Transparenz von Vertriebskosten zugunsten der Verbraucher sichergestellt sind. Ein verbraucherschützender Effekt sei auf den ersten Blick nicht erkennbar. Selbst wenn Fehlanreize zum Verkauf verhindert würden, sei zu prüfen, ob es nicht weniger einschneidende Maßnahmen gäbe, die auch ohne Verbot eine gleichermaßen verbraucherschützende Wirkung haben. Die Bundesregierung hat dies zurückgewiesen. Zu einer entsprechenden Prüfung sah sie keinen Anlass. Was folgt, liest sich wie die gern bemühte populistische Formel der Alternativlosigkeit. Nach Meinung der Bundesregierung ergibt sich der Verbraucherschutz daraus, dass Verbraucher bei angebotener Provisionsabgabe eher diese im Blick hätten, als einen passenden Versicherungsschutz. Provisionsweitergaben würden als Verkaufsargument ausgeschlossen. Es sei keine Alternative ersichtlich, die gleichermaßen Verbraucherschutz entfalte, zugleich schnell und effektiv wirke und die Versicherer weniger belaste.

Seite drei: Warum das Provisionsabgabeverbot keinesfalls alternativlos ist

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

myLife mit leichtem Gewinn

Die myLife Lebensversicherung AG, Göttingen, hat mit ihrem Fokus auf provisionsfreie Netto-Produkte weiter Erfolg. Im Geschäftsjahr 2017 wuchs das Neugeschäft im strategischen Kerngeschäft deutlich um 82,1 Prozent – von 60,8 Millionen Euro (2016) auf 110,7 Millionen Euro.

mehr ...

Immobilien

Immobiliendarlehen: DKB wegen Rückabwicklung verurteilt

Wie das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg aktuell feststellte, war ein Kunde der Deutsche Kreditbank AG (DKB) aufgrund seines erklärten Widerrufs nicht mehr verpflichtet, die in einem Darlehensvertrag vereinbarten Zins- und Tilgungsraten zu leisten.

mehr ...

Investmentfonds

20 Jahre EZB: Das Urteil der Ökonomen

Die Europäische Zentralbank (EZB) gibt es seit 20 Jahren. Aus diesem Anlass haben deutsche Volkswirte die Arbeit des Instituts bewertet. Grundsätzlich fällt ihr Urteil positiv aus, doch nicht alle Ökonomen sind zufrieden.

mehr ...

Berater

Viele Kunden wollen auf Briefe nicht verzichten

Nur sechs Prozent der Versicherten lehnen digitale Angebote ab. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie “Kubus Privatkunden” von MSR Insights. Die Studie zeigt allerdings auch, dass nach wie vor Kundensegmente existieren, die auf klassische Kommunikation via Briefpost nicht verzichten wollen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Vorstandswechsel bei der Immac-KVG

Mit Wirkung zum 1. Mai 2018 wurde Elisabeth Janssen zum Vorstandsmitglied der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG bestellt. Frank Iggesen verlässt das Unternehmen.

mehr ...

Recht

Erbrecht: Demenz und Testierfähigkeit bei notariellem Testament

Weltweit erkranken immer mehr Menschen an Alzheimerdemenz. In einem aktuellen Urteil musste das Oberlandesgericht (OLG) Hamm nun darüber entscheiden, ob eine derartige Erkrankung ein notarielles Testament wegen Testierunfähigkeit unwirksam macht.

mehr ...