- Finanznachrichten auf Cash.Online - https://www.cash-online.de -

Advent, Advent ein Lichtlein brennt…

Der Albtraum Nummer eins in der Weihnachtszeit sind brennende Adventsgestecke, flammende Weihnachtsbäume oder zum Jahreswechsel Unachtsamkeiten beim Silvesterfeuerwerk. Wer eine ungestörte Adventszeit verleben möchte, sollte einige Tipps beherzigen.

 

Echtes Kerzenlicht bringt Stimmung und Wärme in die Wohnung. Wer ein ungestörte und fröhliche Vorweihnachtszeit verbringen möchte, sollte allerdings einige Sicherheitstipps beachten.

 

Im Dezember schnellen jedes Jahr die Zahlen für Brandschäden in die Höhe: Allein bei den Gothaer Versicherungen entfielen 2017 mehr als 27 Prozent aller gemeldeten Brandschäden in der Hausratversicherung, die durch Fahrlässigkeit verursacht wurden, auf die Monate Dezember und Januar.

Laut Arag entstehen rund 50 Prozent mehr Schäden durch Zimmer- oder Hausbrände als in den anderen Monaten. Etwa 11.000 Brände wurden 2016 in der Weihnachtszeit gemeldet, das belegen die Zahlen, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlichte.

Viele Brände im Dezember
 und Januar

Da die Gefahr eines Feuerausbruchs durch brennende Kerzen, Wunderkerzen und leicht entzündliche Gegenstände gerade in der Weihnachtszeit so besonders hoch ist, raten die Arag-Experten zu einem sehr umsichtigen Verhalten.  Sinnvoll ist in jedem Fall ein Feuerlöscher, der im Haushalt Schlimmes verhindern kann. Doch nicht nur Feuer stellt ein Gefahr dar.

Unbemerkte Rauchentwicklung  und die damit verbunden Rauchgase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid sind lebensgefährlich.  Zwar sind Rauchmelder in Privathaushalten mittlerweile in vielen Bundesländer Pflicht, doch nicht alle haben die Lebensretter installiert. Außerdem sollten die Rauchmelder immer wieder geprüft werden, denn ein Rauchmelder mit leeren Batterien rettet kein Leben und keine Wohnung.

 

 

Seite 2: Nur unter Aufsicht Kerzen entzünden [1]

 

 

Damit die selige Weihnachtszeit auch fröhlich bleibt, sollte man vorsorgen. Kommt es dennoch zum Brand, kann es neben dem vermiesten Weihnachtsfest auch noch zu Ärger mit der Versicherung kommen. Denn die kann ihre Leistung unter Umständen einschränken.

In einem speziellen Fall zündeten die Versicherten unmittelbar am Weihnachtsbaum Wunderkerzen an, wodurch ein Brand entstand. Das angerufene Landgericht hat entschieden, dass die Versicherten grob fahrlässig gehandelt hatten. Die Hausratversicherung musste daher die durch den Schaden entstandenen Kosten nach damaliger Rechtslage nicht zahlen (LG Offenburg, Az.: 2 O 197/02).

Kerzen anzünden nur unter der Aufsicht Erwachsener


Das Landgericht Bielefeld weist darauf hin, dass Eltern ihre Feuerzeuge nicht in der Reichweite ihrer Kinder aufbewahren sollten. In dem entschiedenen Fall hatte ein achtjähriges Kind selbstständig mit dem Feuerzeug Kerzen angezündet und einen Brand verursacht.

Da das Kind nicht für den Schaden verantwortlich gemacht werden konnte und die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt hatten, hafteten diese und nicht die Hausratversicherung für den entstandenen Brandschaden, urteilten die Richter (LG Bielefeld, Az.: 21 S 166/06).

 

Seite 3: Expertentipps für Ihre Sicherheit [2]

 

Tipps der Arag Experten für die sichere Weihnachtszeit

Foto: Shutterstock