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Alle Jahre wieder: No-Gos beim Weihnachtsbaumtransport

Nordmanntanne oder Blaufichte – kurz vor Weihnachten beginnt die Suche nach dem schönsten Weihnachtsbaum. Wer den ausgewählten Baum nicht nach Hause tragen kann, muss sich eine sichere Transportmöglichkeit suchen. Der Klassiker ist die Tanne auf dem Dach oder im Kofferraum. Doch da gibt’s Grenzen. Rechtsexperten geben Tipps für den störungsfreien Weihnachtsbaum-Transport.

Beinahe alles richtig gemacht. Perfekt wäre es, den Baum mit der Spitze nach hinten zu sichern.

Weihnachtsbäume, die mehr als einen Meter aus dem Kofferraum ragen, müssen besonders gekennzeichnet sein, damit der Hintermann sie gut sehen kann. Nehmen Sie dazu eine rote Fahne von mindestens 30 mal 30 Zentimetern.

Im Kofferraum

Niemals dürfen Kennzeichen oder Fahrzeugbeleuchtung verdeckt werden. Ohnehin darf der Baum maximal drei Meter aus dem Kofferraum ragen, bei Fahrten von mehr als 100 km sogar nur 1,50 Meter. Sichern Sie ihn im Innern noch mit Gurten. Und vergessen die Unterlage nicht, falls die Tanne harzt.

Der Klassiker auf dem Autodach


Soll ein Weihnachtsbaum auf einem Auto transportiert werden, muss er sorgfältig befestigt werden. Ideal ist ein Dachgepäckträger. Legen Sie den Baum mit der Spitze nach hinten darauf und zurren Sie ihn an drei Stellen mit Gurten fest.

Pkw mit Ladung dürfen nicht höher als 4 m und nicht breiter als 2,55 m sein. Der Baum darf nach vorne nicht über das Fahrzeug hinausragen – außer bei einer Ladungshöhe über 2,50 Meter. Hier sind 50 cm nach vorne erlaubt.

Seite 2: Falsch gesichert kostet [1]

Wie viel Bußgeld kostet ein falsch gesicherter Weihnachtsbaum?


Bei nicht korrekt gesicherter Ladung müssen Sie mit einem Bußgeld zwischen 35 und 60 Euro und unter Umständen sogar mit einem Punkt in Flensburg rechnen. Möglicherweise dürfen Sie nicht weiterfahren. Verursachen Sie fahrlässig einen Unfall, riskieren Sie unter Umständen eine Freiheitsstrafe.

Welche Versicherung zahlt, wenn der Baum vom Autodach rutscht?


Fällt der Baum trotz sorgfältiger Befestigung vom Autodach, kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung grundsätzlich für einen Fremdschaden auf. Rutscht das Gewächs auf dem Dach hin und her und verkratzt dadurch den Lack des eigenen Fahrzeugs, müssen Sie den Schaden selbst tragen, wenn die Kaskoversicherung keine durch Ladung verursachten Schäden übernimmt.

Seite 3: Wenn das Auto blinkt und leuchtet [2]

Wenn’s im Auto blinkt und leuchtet

Echte Weihnachtsfans machen in puncto Dekoration keine Kompromisse: Da wird sogar das Fahrzeug weihnachtlich gepimpt. Doch die Rechtsexperten der Arag warnen.

Genau wie für den Tannenbaum gilt für weihnachtliche Fahrzeugdeko vor allem eins: Nichts darf bei einem plötzlichen Brems- oder Ausweichmanöver verrutschen. Nicht festsitzende Deko kann als Verstoß gegen Paragraph  22 Straßenverkehrsordnung (StVO) sogar 35 Euro Bußgeld kosten.

Aber auch winterliche Fensterbilder oder hängende Dekorationsartikel, die vom Rückspiegel baumeln und dem Fahrer die Sicht nehmen, können mit zehn Euro geahndet werden (Paragraph 23 StVO). Ganz und gar verboten ist nach Auskunft der Arag- Experten Schmuckbeleuchtung jeglicher Art.

Durch blinkende Lichterketten und andere Gimmicks können andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden. Zudem ist die Verwechslungsgefahr mit einem Warnzeichen zu groß. Wer sein Fahrzeug sogar von außen schmückt, sollte nur noch in der Stadt fahren.

Denn für weihnachtlichen Außenschmuck fehlt eine offizielle Zulassung, um auf Autobahn oder Landstraße fahren zu dürfen. Zudem warnen die Experten: Reißt die Deko während der Fahrt ab und verursacht einen Schaden, muss dieser aus eigener Tasche bezahlt werden. (dr)

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