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Allianz-Rivale Generali steigert Gewinn trotz Stürmen in Deutschland

Der italienische Versicherer Generali hat gestiegenen Belastungen durch Naturkatastrophen zum Jahresstart getrotzt. Obwohl die Stürme im ersten Quartal für hohe Schadensforderungen sorgten, stieg das operative Ergebnis im Vorjahresvergleich um knapp fünf Prozent.

Generali denkt derzeit darüber nach, alte Lebensversicherungsbestände in Deutschland an einen Abwickler zu verkaufen.

Damit erreichte Generali ein operatives Ergebnis von insgesamt 1,25 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag in Triest mitteilte. Rückenwind lieferte vor allem das Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen, aber auch in der Vermögensverwaltung lief es rund.

Im Lebensversicherungsgeschäft [1] stagnierte das operative Ergebnis hingegen auch wegen der anhaltenden Niedrigzinsen. Das macht es Versicherern schwerer, die versprochenen Renditen für ihre Kunden zu erwirtschaften, die gerade in Deutschland oft noch Anspruch auf hohe Garantiezinsen für alte Verträge haben.

Mehr Gewinn trotz Naturkatastrophen

So denkt Generali derzeit darüber nach, alte Lebensversicherungsbestände in Deutschland an einen Abwickler [2] zu verkaufen. Unter dem Strich verdienten die Italiener im ersten Quartal 581 Millionen Euro und damit fast neun Prozent mehr als vor einem Jahr.

Sie profitierten dabei auch von niedrigeren Abschreibungen. Die konzernweiten Prämieneinnahmen stiegen um 2,5 Prozent auf 18,6 Milliarden Euro.

Trotz der gestiegenen Schäden durch Naturkatastrophen [3] blieb davon im Schaden- und Unfallgeschäft mehr als Gewinn übrig: Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich um 1,6 Prozentpunkte auf 91,4 Prozent und lag damit noch deutlicher unter der kritischen 100-Prozent-Marke als ein Jahr zuvor. (dpa-AFX)

 

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