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Besiegelt: Viridium und Generali Deutschland unterzeichnen Kaufvertrag

Die Generali Deutschland hat den Vertrag mit Viridium unterzeichnet. Mit der Unterschrift steht nun auch fest, dass sich der Versicherungskonzern endgültig von seinem klassischen Lebensversicherungsgeschäft und -verträgen in Deutschland trennt.

Heinz-Peter Roß, Vorstandschef von Viridium, betont nachdrücklich, dass die Verträge der ehemaligen Generali-Kunden unverändert fortgeführt würden.

 

Viridium wird, wie bereits berichtet, 89,9 Prozent an der Generali Leben übernehmen. Die Generali Deutschland bleibt mit 10,1 Prozent der Anteile an der Generali Leben beteiligt und stellt künftig ein Mitglied im Aufsichtsrat von Viridium.

Steigt Generali bei Viridium ein?

Im Rahmen der Transaktion erhält die Generali Deutschland die Option eingeräumt, bis zu zehn Prozent an der Viridium Gruppe zu erwerben. Damit würde die Generali Leben nach der Hannover Rück für Viridium der zweitgrößte Partner aus der Versicherungsbranche.

Durch den Abschluss vergrößert sich nun der Vertragsbestand der Viridium Gruppe um rund vier Millionen Versicherungsverträge. Gleichzeitig betont Viridium, dass sämtliche vertraglichen Verpflichtungen der Generali Leben von dem Deal unberührt blieben.

Die rund 300 Mitarbeiter der Generali Leben, die derzeit den bereits für das Neugeschäft geschlossenen Vertragsbestand der Generali Leben betreuen, werden übernommen, bestätigte Dr. Heinz-Peter Roß, Vorstandsvorsitzender von Viridium. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, werden auch künftig Ansprechpartner sein. Zusammen mit den umfangreichen Kooperationsvereinbarungen sei dies die Grundlage, den Vertragsbestand der Generali Leben zuverlässig fortzuführen.“

Partnerschaft in der bAV und dem Asset Management

Zudem sollen umfassende Kooperationen zwischen Viridium und der Generali Deutschland sicherstellen, dass die Leistungen und Services der Generali Leben für die Versicherungsnehmer fortgeführt werden. So sehen die Vereinbarungen unter anderem fünfjährige Partnerschaften zwischen beiden Unternehmen in den Bereichen Asset Management und der betrieblichen Altersversorgung vor. In diesem Zeitraum verwaltet Generali Investments Europe die Kapitalanlage der Generali Leben und erhält hierfür von Viridium eine Vergütung von 275 Millionen Euro.

Viridium ist einer der führenden Aufkäufer von Lebensversicherungsbeständen und seit 2013/2014 am deutschen Markt aktiv. In den vergangenen Jahren hatte die Gruppe bereits die Bestände der Heidelberger Lebensversicherung, der Skandia Lebensversicherung sowie der Entis Lebensversicherung in Deutschland übernommen.

Für die Generali geht der Verkauf mit einer strategischen Neuausrichtung einher. Zukünftig wird sich Deutschlands zweitgrößter Erstversicherer auf das Geschäft mit Fonds- und Indexpolicen, Hybrid- und Biometrie-Produkte fokussieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt für den Versicherungskonzern in der Digitalisierung des Geschäfts. Gleichzeitig trennt sich Generali in der Niedrigzinsphase von dem Bremsklotz der langfristigen Garantieverpflichtungen und stetig steigender Zuschussverpflichtungen bei der Zinszusatzreserve. Durch den Verkauf verbessert sich die Solvabilität der Generali in Deutschland um 43 und die der Generali Group und 2,6 Prozentpunkte. (dr)

Foto: Cash.