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DVAG: Die Zukunft des Maklers

Wie steht es um die Zukunft der Versicherungsmakler? Ein Indikator dafür sind die Preise, die für einen Maklerbestand bezahlt werden, etwa von einem Unternehmensnachfolger, sagt Dr. Helge Lach von der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG).

Gerade bei kleineren Maklern geht ein beachtlicher Teil der möglichen Marge durch die Anbindung an Maklerpools verloren.

Diese Preise sind Lach zufolge in den letzten Jahren deutlich gesunken. Dies belege auch eine aktuelle Studie, die aufzeige, dass die meisten Makler beim Verkauf ihres – oft über Jahrzehnte aufgebauten – Bestandes weit weniger erhalten, als erwartet.

Was sind die Gründe?

Viele vor allem kleine und mittelständische Makler seien aktuell mit den hohen Anforderungen der Regulierungen wie beispielsweise IDD oder DSGVO [1] überfordert.

Außerdem gebe es bei vielen Maklern erheblichen Investitionsstau in IT, Bestandsführungsprogramme, Schnittstellen zu Versicherern und Digitalisierung, die bei der Ermittlung des Kaufpreises naturgemäß berücksichtigt werden.

Gerade bei kleineren Maklern gehe ein nicht zu verachtender Teil der möglichen Marge durch die Anbindung an Maklerpools [2] verloren.

Seite zwei: Vielfältige Konkurrenz [3]

Und schließlich gebe es auch Konkurrenz, und zwar nicht nur über digitale Vertriebsplattformen wie Check24 oder verschiedene Fintechs.

Auch Vermittler [4] mit besseren Geschäftsmodellen, zu denen auch Allfinanzvermittler mit Anbindung an eine finanziell starke und professionelle Vertriebsgesellschaft gehören, machen den Wettbewerb härter.

Maklerzahl wird weiter abnehmen

All das macht laut Lach kleine und mittlere Maklerbetriebe für mögliche Unternehmensnachfolger als potenzielle Käufer zunehmend unattraktiv.

Die Folge: Meist gehen die Bestände mangels Nachfrage für “kleines Geld” an Großmakler. Am Ende werde dies wohl dazu führen, dass mittelfristig die Anzahl der klein- und mittelständischen Makler [5] immer weiter abnehmen wird. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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