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DVAG: Ursachen der Marktbereinigung

Noch vor sieben Jahren gab es in der Bundesrepublik 263.000 Versicherungsvermittler – heute beläuft sich ihre Zahl gerade noch auf 204.000. Welche Ursachen dieser enorme Rückgang hat, erklärt Dr. Helge Lach von der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG).

Die Ursachen für den Rückgang der Vermittlerzahlen sind vielfältig, sagt Dr. Helge Lach.

Insgesamt ist die Anzahl der deutschen Versicherungsvermittler [1] um 22 Prozent abgesunken. Vor allem in den letzten zwei Jahren hat sich diese Entwicklung deutlich beschleunigt. Warum?

  1. Viele Vermittler scheiden altersbedingt aus dem Berufsleben aus, während es immer schwieriger wird, junge Menschen für den Beruf des Versicherungsvermittlers zu gewinnen.
  2. Nicht wenige Versicherungsunternehmen investieren in digitale Vertriebsprojekte und vernachlässigen Investitionen in ihre Vertriebsorganisationen.
  3. Durch das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) sind die Provisionseinnahmen in der Lebensversicherung, dem “Hauptstandbein” der meisten Vermittler, deutlich zurückgegangen, was die Einkommen der Vermittler entsprechend schmälert. Auf der anderen Seite ist das Produktangebot eines Versicherungsvermittlers ausschließlich auf Versicherungsprodukte beschränkt, Möglichkeiten zur Kompensation der Ausfälle gibt es also kaum.
  4. Die Produktwelt wird immer komplexer, Produktlebenszyklen immer kürzer und die Anforderungen der Digitalisierung [2] immer höher. Viele Vermittler sind diesen Anforderungen nicht mehr gewachsen.
  5. Die regulatorischen Hürden werden immer höher, zuletzt mit einer Verpflichtung zur Weiterbildung, die vor allem viele Gelegenheitsvermittler als Anlass zur Abmeldung ihres Gewerbes genommen haben.

Seite zwei: Was unterscheidet die DVAG? [3]

Zwar sind die Ursachen der Marktbereinigung vielfältig, jedoch machen sie laut Dr. Helge Lach, Vorstandsmitglied der Deutschen Vermögensberatung AG deutlich, warum sich die Anzahl der Vermögensberater der DVAG [4] im gleichen Zeitraum deutlich erhöht hat.

Das Unternehmen schaffe es, beispielsweise durch einen exklusiven Studiengang zahlreiche junge Menschen für den Beruf zu begeistern.

Ganz neue Geschäftsfelder

Investitionen fließen zu 100 Prozent in den Vertrieb, rein digitale Vertriebskanäle gebe es nicht, stattdessen werden die Vermögensberater digital bestmöglich ausgestattet und unterstützt.

Mindereinnahmen durch das LVRG können dank der Allfinanzkonzeption [5] über andere, zum Teil ganz neue Geschäftsfelder kompensiert werden. Neue Produkte seien einfach, kunden- und vertriebsorientiert.

Darüber hinaus versteht es das Unternehmen laut Dr. Lach wie kein anderes, regulatorische Vorgaben so umzusetzen, dass der einzelne Vermögensberater möglichst wenig davon spürt. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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