29. Januar 2018, 12:00
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Fondspolicen: Kunden zu häufig allein gelassen

Lebensversicherung ist in der Grundkonzeption ein Rundum-sorglos-Produkt. Umso mehr sind die Akteure im Geschäft mit Fondspolicen aufgerufen, einen echten Mehrwert zu liefern, der den Kauf eines fondsgebundenen Produkts gegenüber dem selektiven Zusammenkaufen einzelner Fonds rechtfertigt.

Wie könnte das aussehen? Das Fondspolicen-Management muss von der Risikoeinstufung über die Fondsselektion bis hin zum Kunden-Reporting ein durchgehender Prozess sein, der in den einzelnen Schritten hohe inhaltliche Qualität hat, transparent und reproduzierbar ist.

Kundenportfolios regelmäßig analysieren

Viele Impulse ergeben sich hier aus dem künftig vorgeschriebenen Produktprüfungsprozess. Noch wichtiger sind die Prozesse hin zum Kunden.

Eine regelmäßige Analyse der Kundenportfolios verbunden mit der Möglichkeit zur Portfoliooptimierung sollte künftig zum Standard gehören. Dies gilt für neue Verträge ohnehin.

Dies muss aber genauso für bestehende Verträge gelten. Die Gleichbehandlung zwischen Alt- und Neukunden gebietet das. Schließlich erwartet der Kunde ein Reporting, das ihm regelmäßig aussagefähige und für ihn verständliche Informationen über die Entwicklung seines Portfolios liefert und ihn damit befähigt, gegebenenfalls verändernd einzugreifen.

Autor Dr. Tobias Schmidt ist CEO der f-fex AG in Frankfurt am Main.

Lesen Sie das vollständige Interview in der aktuellen Cash.-Ausgabe 02/2019.

Foto: F-Fex

 

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2 Kommentare

  1. Man sollte darauf achten, daß Fondspicen nur noch von 34f Vermittler betreut werden. Ggf. In Zusammenarbeit mit 34d Vermittler! Aber das kann nicht umsonst erfolgen! Bei dem Schrei nach besserer und fachgerechterer Betreuung vergisst man zu gerne, daß alle diese Maßnahme Kosten verursachen. Das die laufende Betreuung dieser Portfolios kostenlos erfolgen soll ist wohl nur ein Wunsvhgedanke. Wenn der 34f Vermittler dafür eine auskömmliche Gebühr erheben kann, ist das Interesse sicher größer. Wir machen die Erfahrung, daß Kunden gerne zahlen, wenn Sie dafür eine ordentliche Dienstleistung erhalten

    Kommentar von Stefan Schiffer — 30. Januar 2018 @ 13:15

  2. Sehr wohl muss der Makler die Risikoneigung des Kunden miteinbeziehen. Er haftet schlicht dafür. Dabei ist es, was Beamte nie verstehen werden, nicht so wichtig, an welcher Stelle das Risiko definiert wird, sondern eher die wirkliche Aufklärung des Kunden. Kostet natürlich viel Zeit, spielt aber keine Rolle für die Beamten, dass die Provisionen immer niedriger werden. Von der Selbstkontrolle und Umschichtungsmöglichkeiten des Kunden, halte ich wenig. Wenn die Fondsmanager im Fonds das nicht schaffen, wie soll das dann ein Kunde machen. Techno rein, Banken raus usw. weil gerade im Moment etwas nicht so gut läuft, ist sowieso der falsche Ansatz, zumal man in der Regel meistens zu spät reagiert.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 30. Januar 2018 @ 08:41

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