Anzeige
12. Juli 2018, 11:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Freitag, der 13.: Ein Tag wie jeder andere?!

Abergläubische Menschen werden wieder besonders vorsichtig sein: Schon zum zweiten Mal im diesem Jahr steht “Freitag, der 13.“ vor der Tür. Die Zahl 13 gilt unter Abergläubischen vor allem in Verbindung mit einem Freitag als Unglückszahl. Aber was ist eigentlich dran an dem Mythos, der sich in Deutschland so hartnäckig hält? Ein Blick in die Schadenstatistiken der Gothaer und des ADAC gibt Aufschluss.

 

Unfall Versicherung in Freitag, der 13.: Ein Tag wie jeder andere?!

Freitag, der 13.: Der Mythos  ist tief verankert. Allein die Statistiken bestätigen die Befürchtungen nicht.

 

Tatsächlich liefern die Zahlen der Kölner Versicherung keine Beweise für eine Schadenhäufung an einem Freitag, den 13. “An den letzten beiden vermeintlichen Unglückstagen haben wir in unserer Statistik für Privatkunden gerade einmal knapp über 500 Schäden erfasst. Es besteht keinerlei Anlass, die Decke über den Kopf zu ziehen und das Haus nicht zu verlassen“, erklärt Roger Pohl vom Gothaer Schaden-Controlling.

Kein Beweis für Schadenhäufung

Die beiden “Unglücks-Freitage“, 13. April 2018 (502) sowie 13. Oktober 2017 (532), liegen sogar klar unter dem Tagesdurchschnitt (612 Schäden), bezogen auf die vergangenen vier Jahre. Einen klaren Ausreißer gab es aber doch.

Für Freitag, den 13. Januar 2017, erfasste die Gothaer Schadenstatistik 1.744 Schäden. Das lag aber nur daran, dass an diesem Tag das relativ schwache Sturmtief “Egon“ über Deutschland hinwegzog. Zum Vergleich: Der Orkan “Friederike“ hatte zum Jahresbeginn 2018  für über 21.000 Schäden in der Statistik der Gothaer gesorgt.

Unfallträchtigster Tag im Straßenverkehr

Der ADAC hat untersucht, ob sich an dem besagten Tag mehr Unfälle als üblich ereignen und die Unfallstatistiken von 2004 bis 2016 ausgewertet. Und: rund um den Freitag den 13. sind die Ängste unbegründet. An den Tagen, an denen der Freitag auf einen 13. fiel, gab es nur geringfügig mehr Unfälle.

So ereigneten sich an allen Freitagen in diesem Zeitraum 991 Unfälle mit Personenschaden. An den 23 Freitagen, die auf den 13. fielen, kam es durchschnittlich zu 995 Unfällen. Im Durchschnitt aber, ist der Freitag der unfallträchtigste Tag. Insgesamt ereigneten sich 49.494 Unfälle.

Zum Vergleich: An allen Sonntagen waren es gerade einmal 28.234. Die Erklärung hierfür ist das erhöhte Verkehrsaufkommen durch Pendler und Wochenendurlauber.

Schlechtes Omen

Woher aber stammt dann aber der Volksglaube, dass an diesem Tag so viele Unglücke passieren könnten? Bei Freitag, dem 13., kommen viele Punkte zusammen: Den schlechten Ruf verdankt dieses Datum unter anderem dem großen Börsencrash im Jahr 1929, dem ‚schwarzen Freitag‘.

Hinzu kommt aber auch noch etwas christlicher Aberglaube: Jesus wurde an einem Freitag gekreuzigt, Adam und Eva wurden an einem Freitag aus dem Paradies vertrieben und die Zahl 13 gilt ohnehin in vielen Kulturen als schlechtes Omen.

Gutes Omen

In Ländern wie China oder Italien hingegen gilt die 13 nicht als Unglücks-, sondern als Glückszahl. So fürchten die Italiener sich eher vor Freitag, dem 17. In Spanien, Lateinamerika oder Griechenland dagegen gelten Dienstage, die auf einen 13. fallen, als Unglückstage. (dr)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Schifffahrt wird sicherer – doch die Gefahr durch Cyber-Angriffe wächst

Die internationale Schifffahrt ist deutlich sicherer geworden. Im vergangenen Jahr verloren Reedereien weltweit 94 größere Schiffe mit über 100 Tonnen, geht aus einer Analyse der Allianz-Industrieversicherungstochter Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) hervor.

mehr ...

Immobilien

Städtetag hält Neubau von 400.000 Wohnung pro Jahr für nötig

Angesichts der Wohnungsnot in vielen Ballungsräumen hält der Deutsche Städtetag den Neubau von 400.000 Wohnungen im Jahr für erforderlich. 

mehr ...

Investmentfonds

Acht EU-Staaten fordern Kapitalmarktunion

Acht EU-Staaten dringen darauf, die Kapitalmarktunion zu vollenden. Vor dem EU-Austritts Großbritanniens sollten die europäischen Finanzmärkte besser integriert werden. Einige Teilnehmer wollen zudem ein Gegenwicht zu den EU-Haushaltsplänen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bilden.

mehr ...

Berater

Scout24 kauft Finanzcheck.de

Strategische Übernahme: Scout24, Betreiber bekannter digitaler Marktplätze wie Financescout24 oder Autoscout24 übernimmt eines der relevantesten deutschen Online-Vergleichsportale für Verbraucherkredite, Finanzcheck.de. Verkäufer sind eine Investorengruppe um Acton Capital Partners, Btov Partners, Highland Europe, Harbourvest Partners sowie die Gründer von Finanzcheck. Den Kaufpreis liegt bei 285 Millionen Euro und wird bar gezahlt.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Müssen Anleger erhaltene Zahlungen erstatten?

Unter Anlegern der insolventen Gesellschaften des Container-Anbieters P&R geht die Angst um: Nicht nur ihre Investition ist in Gefahr, sondern nicht selten wird sogar behauptet, sie müssten womöglich bereits erhaltene Zahlungen rückerstatten. Wie verhält es sich damit? Ein Gastbeitrag von Rechtsanwalt Dr. Jan Schoop, GGV

mehr ...

Recht

Unerlaubte Geschäfte: Zieht Olaf Scholz die Zügel an?

Die Anzahl der Verfügungen der Finanzaufsicht BaFin wegen unerlaubter Geschäfte hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Die Gesamtzahl des Jahres 2017 wurde bereits überschritten.

mehr ...