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Kfz: Was tun bei Vandalismus?

Abgebrochene Außenspiegel, Lackkratzer oder Detschen in der Fahrtür: Leider kommt es immer wieder vor, dass Autobesitzer ihr Fahrzeug bei der Rückkehr auf den Parkplatz oder ins Parkhaus nicht mehr unversehrt vorfinden. Ärgerlich auch, wenn Absicht statt Unachtsamkeit die Ursache war. Was Autofahrer beachten sollten, wenn ihr Wagen beschädigt wurde.

 

 

Definitiv kein Kavaliersdelikt: Parkplatzschäden. Insbesondere dann, wenn die Dellen, Kratzer und Macken richtig deftig sind.

 

Schäden durch Fremdeinwirkung am eigenen Fahrzeug sind extrem ärgerlich, denn die Beseitigung kostet Geld, Zeit und Nerven. Wie eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland, zeigt, haben viele Autobesitzer bei der Rückkehr zu ihrem Fahrzeug schon einmal eine böse Überraschung erlebt: Mehr als die Hälfte aller Befragten (57 Prozent) hatten schon einmal Dellen in der Karosserie. 52 Prozent der Autofahrer hatten schon Lackkratzer und 29 Prozent fanden ihren Wagen bereits mit beschädigtem Seitenspiegel vor.

Was tun bei Vandalismus?

Egal ob Parkrempler oder mutwillig angerichtete Beschädigung: Der erste Schritt ist der Fotobeweis. CosmosDirekt-Experte Frank Bärnhof rät: „Noch an Ort und Stelle sollte der Stand des Fahrzeugs und die Beschädigung fotografiert werden.

 

Seite 2: Wer zahlt was wann? [1]

 

Da Vandalismus eine Straftat darstellt, sollte der Schaden unbedingt der Polizei gemeldet werden.” Auch die eigene Versicherung sollte man über den entstandenen Schaden informieren. „Wird der Täter doch noch ermittelt, wird der Versicherer nach erfolgter Regulierung diesen in Regress nehmen, das heißt ihn zur Erstattung der Schadenssumme auffordern“, so Frank Bärnhof. Meist lässt sich der Verursacher jedoch nicht mehr ermitteln, umso wichtiger ist daher auch die eigene Absicherung.

Für den Ernstfall richtig vorsorgen

Welche Versicherung kommt für Vandalismus-Schäden am Fahrzeug auf? In der Regel entscheidet die Art des Schadens, ob der Teil- oder der Vollkaskoschutz greift. Glasschäden zum Beispiel deckt die Teilkaskoversicherung ab. Sie kommt auch bei Diebstahl oder Brandstiftung auf.

 

Seite 3: Rabattretter oder nicht? [2]

 

 

Andere Vandalismus-Schäden wie beispielsweise Kratzer im Lack sind über die Vollkaskopolice abgesichert. „Vor einer Regulierung über die Vollkaskoversicherung sollte geklärt werden, ob dies zu einer Rückstufung des Schadenfreiheitsrabatts führt und sich somit der Beitrag erhöht. Der Versicherer kann prüfen, ob es eventuell für den Betroffenen günstiger ist, die Werkstattkosten selbst zu tragen“, erklärt Bärnhof.

Tipp: Wer steigende Versicherungskosten nach einem Schaden vermeiden will, sollte die Versicherungsleistungen genau vergleichen [3]. Einige Angebote enthalten einen sogenannten Rabattschutz, der verhindert, dass der Versicherungsbeitrag infolge eines Schadens im folgenden Jahr ansteigt. Dieser Rabattschutz sollte für die Kfz-Haftpflicht- und am besten auch für die Vollkaskoversicherung gelten.

 

Foto: Cash.-online