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Manager schätzen Risiko von Cybervorfällen immer höher ein

Betriebsunterbrechungen, Hackerangriffe und Naturkatastrophen sind nach einer neuen Umfrage der Allianz in achtzig Ländern die drei größten Sorgen für Risikomanager. Das geht aus dem neuen “Risikobarometer” des Versicherungskonzerns hervor, für das 1.900 Manager, Versicherungsmakler sowie ex- und interne Risikoexperten befragt wurden.

Cyber-Kriminelle blockierten im vergangenen Jahr weltweit zehntausende Rechner mit der “Wannacry”-Erpressungssoftware und verlangten Geld für die Freischaltung.

Betriebsunterbrechungen und Cyberattacken [1] lagen auch schon im Vorjahr auf Platz eins. Beides hängt miteinander zusammen – neben Unglücken wie Feuer und Explosionen können auch Hackerangriffe dazu führen, dass ein Betrieb still steht.

Auffällig an der Entwicklung der vergangenen Jahre ist, dass das Risiko von Cybervorfällen immer höher eingeschätzt wird; vor fünf Jahren rangierten Hackerangriffe noch auf Platz 15. Laut Allianz steigt das Potenzial sogenannter Cyber-Hurrikane, bei denen Hacker viele Unternehmen gleichzeitig lahmlegen. So blockierten Cyber-Kriminelle im vergangenen Jahr weltweit zehntausende Rechner mit der “Wannacry”-Erpressungssoftware [2] und verlangten Geld für die Freischaltung.

Klimawandel erstmals unter den Top Ten

Ebenso wie ein Hurrikan ganze Landstriche verwüste, könne ein Cyberangriff mehrere Branchen treffen, sagte Andreas Berger, Vorstandsmitglied beim Allianz-Industrieversicherer AGCS. Offensichtlich steigt in der Wirtschaft das Bewusstsein, dass der Fortschritt Risiken mit sich bringen kann – neue Technologien sind im Vergleich zum Vorjahr von Platz zehn auf Platz sieben des Risikobarometers vorgerückt. Und erstmals unter den Top Ten der wichtigsten Risiken findet sich auf Platz zehn der Klimawandel. (dpa-AFX)

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