Rente: Immer mehr Arbeitnehmer über 60

Derzeit wird in der Rentenkommission der Bundesregierung auch darüber diskutiert, ob die steigende Lebenserwartung nicht auch zu längerem Arbeiten führen soll.

Denn mit den immer zahlreicheren Babyboomern im Rentenalter wächst der Druck auf die Rentenkasse. Die Arbeitgeber pochen darauf, dass noch mehr ältere Beschäftigte arbeiten und fordern hierfür Anreizprogramme.

„Aufgrund der Demografie, der weiter steigenden Lebenserwartung und des Fachkräftemangels gehört die konsequente Umsetzung der Rente mit 67 auf die Tagesordnung“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands BDA, Steffen Kampeter, der dpa.

Gewerkschaften sind anderer Meinung

Die Zahlen könnten sogar noch besser sein, hätte die Politik mit der Rente mit 63 nicht ein „fatales Eigentor“ geschossen, das den Betrieben benötigte Fachkräfte entziehe, kritisierte er.

Die Gewerkschaften sehen das völlig anders. Hans-Jürgen Urban, Vorstandsmitglied der IG Metall, sagte der dpa: „Die Rente mit 67 geht an der Wirklichkeit der meisten Menschen vorbei, daran ändert auch eine höhere Erwerbsbeteiligung Älterer nichts.“

Ältere blieben deutlich länger arbeitslos als der Durchschnitt der Erwerbslosen. „Wer im Alter seinen Job verliert, hat kaum noch die Chance, eine reguläre Beschäftigung zu bekommen.“

Seite vier: Mehrheit wird nicht bis 67 arbeiten

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