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Rentenberatung: “Hochqualifiziert und verantwortungsvoll”

Die Deutsche Makler Akademie (DMA) bietet in Kooperation mit dem Campus Institut die Ausbildung zum Rentenberater an. Darüber hinaus hat die DMA Lehrgänge und Seminare zum Thema Generationenberatung im Angebot. Cash. sprach mit dem Leiter des Produktmanagement, Nils Keller.

Nils Keller, Leiter Produktmanagement bei DMA, sieht in den veränderten Erwerbsbiografien eine Herausforderung.

Cash.: Welche Zielgruppen stehen im Fokus?

Keller: Der Sachkundelehrgang richtet sich an alle Personen, die eine hochqualifizierte und verantwortungsvolle haupt- oder nebenberufliche Tätigkeit als Rentenberater anstreben.

Das Alter ist dabei nicht entscheidend, allerdings ist Praxiserfahrung notwendig, um von den regional zuständigen Gerichten als Rentenberater [1] anerkannt zu werden. Hierzu sollte ein Interessent bereits eine kaufmännische Ausbildung (Versicherungs- oder Bankkaufmann/-frau) abgeschlossen haben.

Außerdem wendet sich der Lehrgang alternativ auch an Steuerfachwirte, Rechtsfachwirte, Steuerberater, Rechtsanwälte, bAV-Experten sowie Verantwortliche in Personalabteilungen, die juristische Vorkenntnisse besitzen.

Reichen 150 Stunden Ausbildung bei einem 33-jährigen Rentenberater, um das notwendige Know-how zu erlangen, einen 55-jährigen Kunden auf Augenhöhe zu beraten?

Die Ausbildung ist nur ein Aspekt. Denn neben der 150-stündigen theoretischen Ausbildung muss ein Rentenberater auch über ausreichend Praxiserfahrung im juristischen, personellen und bAV-Bereich verfügen oder sich in der täglichen Praxis als Versicherungsvermittler [2] viel mit der Beratung von Rentenversicherungen beschäftigt haben.

Ist die Ruhestandsplanung Bestandteil der Ausbildung?

Die Ruhestandsberatung ist nicht im Lehrgang enthalten. Im Lehrgang geht es tatsächlich ausschließlich um das Thema Renten, Rentenansprüche beziehungsweise rentenähnliche Ansprüche.

Themen sind hier unter anderem rentenrechtliche Zeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung [3] wie die allgemeinen Rentenarten, Erwerbsminderungsrente aber auch Ostrente vs. Westrente, Mini- und Midijob in der Rentenversicherung, Maxirente, Versicherungspflicht und -freiheit, Aufstockung und Verzicht.

Speziell die veränderten Erwerbsbiografien durch häufige Arbeitgeberwechsel sowie Eltern- und Erziehungszeiten machen dabei die Erfassung der anrechenbaren Zeiten immer komplexer.

Seite zwei: Hälfte der Bevölkerung kaum im Fokus der Finanzberatung [4]

2020 dürften rund 38 Millionen Deutsche älter als 50 Jahre sein. Wieso ist rund die Hälfte der Bevölkerung, die über beträchtliche Finanzkraft verfügt, kaum im Fokus einer ganzheitlichen Finanzberatung?

Genau für eine solche ganzheitliche Finanzberatung setzt sich die DMA [5] ein und wirbt bei Vermittlern dafür. Um die Situation zu verbessern, hat die DMA einen eigenen Fachbereich “Generationenberatung“ gegründet.

Angeboten werden hier zahlreiche Seminare zu diesem Thema, mit der zertifizierten Ausbildung zum Generationenberater (IHK) an der Spitze.

Welche Inhalte werden denn in der Weiterbildung zum Generationenberater (IHK) vermittelt?

Im Mittelpunkt stehen die veränderten Anforderungen in der Beratung älterer Kunden. Hierzu zählen im ersten Modul sensible Themen wie Pflegebedürftigkeit, Verfügungen, Erben und Schenken, aber auch das Thema Bestattung.

Im zweiten Modul geht es um private Vermögensnachfolge [6], Absicherungs- und Versorgungsthemen sowie die Wiederanlage von ablaufenden Finanzanlagen und Versicherungen.

Der dritte Teil beschäftigt sich schließlich mit dem Geschäftsmodell des Vermittlers, der durch wirksame PR- und Marketing-Konzepte zu einem vertrauensvollen Spezialisten für diese Zielgruppe aufsteigen kann.

Lesen Sie den vollständigen Gastbeitrag in der aktuellen Cash.-Ausgabe 7/2018. [7]

Interview: Jörg Droste

Foto: Deutsche Makler Akademie

 

Mehr Beiträge zum Thema Generationenberatung:

Dela startet in Deutschland [8]

Monuta: “Deutlicher Sprung nach vorne” [9]

Wie Patchwork-Familien am besten für den Notfall vorsorgen [1]