Streit um Zugang zu psychotherapeutischer Behandlung

Kurz vor der Beratung eines Gesetzes für eine bessere Patientenversorgung gibt es Streit um den Zugang von Versicherten zu psychotherapeutischer Behandlung. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant neue Regelungen in dem Bereich.

Unter anderem fordern die deutschen Psychotherapeuten höhere Vergütung für Sprechstunde und Akutbehandlung.

Die Bundespsychotherapeutenkammer kritisierte Spahns Plan am Dienstag in Berlin heftig. Auch in einer Petition für den Bundestag werden die Pläne in scharfen Worten abgelehnt.

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) soll an diesem Donnerstag oder Freitag im Bundestag erstmals beraten werden. Mit dem Gesetzentwurf will Spahn erreichen, dass Versicherte schneller Arzttermine bekommen.

Neue Regelungen für Behandlungssteuerung

Im Bereich Psychotherapie ist eine Vorgabe an den gemeinsamen Bundesausschuss geplant: Der Bundesausschuss soll Regelungen für eine gestufte und gesteuerte Versorgung für die psychotherapeutische Behandlung beschließen.

Der Ausschuss ist das höchste Entscheidungsgremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen unter anderem mit Spitzenvertretern der Krankenkassen, der Ärzte und der Kliniken.

Dieses Gremium soll laut dem Gesetzentwurf auch über Anforderungen an die Qualifikation der Ärzte und Psychotherapeuten entscheiden, die für die Behandlungssteuerung verantwortlich sein sollen.

Seite zwei: Kritik von Bundespsychotherapeutenkammer

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