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Talanx erhöht Prämien für Feuerschädenversicherung

Die Talanx plant angesichts gestiegener Risiken eine Prämienerhöhung der Feuerschädenversicherung um 15 Prozent und erwägt Zukäufe auf dem US-Markt. Nach Angaben des Vorstands stehen dort wegen der Steuerreform strukturelle Veränderungen an, die unter anderem auch größere Kapitalumschichtungen nach sich ziehen werden.

Vorstandschef Herbert Haas sprach im Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr von einer überdurchschnittlich hohen Belastung durch Naturkatastrophen.

Konkrete Angaben dazu soll es in den kommenden Wochen geben, kündigte der Konzernvorstand bei einem Pressegespräch an. Der Konzern aus Hannover sitzt zurzeit für Zukäufe auf einer gut gefüllten Kriegskasse in Höhe von fünf Milliarden Euro.

Der scheidende Vorstandschef Herbert Haas sprach im Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr von einer überdurchschnittlich hohen Belastung durch Naturkatastrophen [1]. “Die drei Stürme ‘Harvey’, ‘Irma’ und ‘Maria’ haben uns netto allein 1,1 Milliarden Euro gekostet” sagte er. Die gesamte Großschadenbelastung lag bei 1,6 Milliarden Euro. Der voraussichtliche Nettogewinn von 670 Millionen Euro sei aber im Vergleich zur Konkurrenz erfreulich. Die endgültige Jahresbilanz will Talanx (HDI, Neue Leben) am 19. März vorlegen.

Leue folgt auf Haas

Dem Versicherungskonzern gehören gut die Hälfte der Anteile am weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück [2]. Der bisher für das internationale Geschäft mit Privat- und Firmenkunden zuständige Vorstand Torsten Leue (51) soll Haas im Mai als neuer Vorstandschef ablösen, bevor der in den Aufsichtsrat wechseln wird. (dpa-AFX)

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