Überschüsse für Lebensversicherte dürften weniger stark sinken

Allerdings hat die Bundesregierung vor wenigen Tagen beschlossen, die Regeln für den Aufbau der ZZR bereits ab 2018 deutlich abzumildern. In den Jahren 2011 bis 2017 war der Puffer auf fast 60 Milliarden Euro angeschwollen.

Nach der alten Berechnungsmethode wären nach früheren Angaben der Kölner Ratingagentur Assekurata noch einmal 22 Milliarden Euro hinzugekommen. Nach der neuen Berechnungsmethode dürften es 7 bis 8 Milliarden Euro werden.

Policen Direkt zufolge war die Situation der Branche 2017 erneut brenzliger geworden. Bei 39 von 84 Unternehmen der Branche reichen die Erträge aus Kapitalanlagen demnach nicht aus, um die Garantiezinsen und die vorgeschriebene Reserve zu decken, heißt es in der Studie.

Existenz der Versicherer bedroht

Ein Jahr zuvor hatten erst 30 Lebensversicherer dieses Problem. Diese mussten sich aus anderen Ertragsquellen wie sinkenden Verwaltungskosten oder Risikogewinnen bedienen, die dann zu großen Teilen den Kunden zugutekommen. Allerdings fehlten diese für zusätzliche Ausschüttungen.

Um so wichtiger sei die jetzt beschlossene Erleichterung bei der Zinszusatzreserve (ZZR), erklärt Versicherungsmathematiker Kühl. „Für viele wäre das mittelfristig existenzbedrohend geworden.“

Im Jahr 2017 standen die einzelnen Lebensversicherer laut Policen Direkt höchst unterschiedlich da. So beliefen sich die Erträge beim Marktführer Allianz auf fast 126 Prozent der Verpflichtungen.

Seite drei: Generali verkauft Tochter

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