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Versicherungen: Onlinevertrieb immer beliebter

Unter den Vertriebswegen der Versicherungsbranche erfreut sich das Internet auch in Deutschland wachsender Beliebtheit. Das bestätigt nun auch eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Yougov.

Besonders in den Bereichen Kfz, Autoschutzbrief und Haftpflicht wurden online besonders viele Neuabschlüsse getätigt.

Für die aktuelle Studie “Kundenmonitor e-Assekuranz” befragte Yougov im Jahr 2017 insgesamt 9.450 Versicherungsentscheider und -mitentscheider. Damit habe die Abschlussrate erstmals die 20-Prozent-Marke erreicht.

Von den neu getätigten Online-Neuabschlüssen sei jeweils die Hälfte über ein Vergleichsportal sowie direkt auf einer Gesellschaftsseite getätigt worden.

Diese Verteilung bedeute für die Vergleichsportale [1] ein Wachstum ihres Anteils an allen neu abgeschlossenen Versicherungen um drei Prozent auf insgesamt zehn Prozent, während die Abschlüsse auf der Website des Versicherers bei zehn Prozent stagnieren.

Kfz und Haftpflicht sehr beliebt

Yougov zufolge geht die kontinuierliche Zunahme des Onlinevertriebs schon seit Beginn der jährlichen Erhebung im Jahr 1996 auf Kosten des Agentur- und Vertretervertriebs, der in 2017 erstmals weniger als 50 Prozent der Neuabschlüsse ausmachte.

Nach Sparten gegliedert seien besonders viele Online-Neuabschlüsse in den Bereichen Kfz [2] (31 Prozent), Autoschutzbrief (25 Prozent) und private Haftpflicht (24 Prozent) getätigt worden.

Anders sehe es jedoch in den Bereichen der Vorsorge aus, bei denen der personengebundene Versicherungsabschluss über Vertreter und Makler weiterhin dominiere.

So schlossen nur vier Prozent der Befragten eine Berufsunfähigkeitsversicherung online ab. Bei Basis- und fondsgebundenen Renten (jeweils drei Prozent) wurden laut Yougov ähnlich wenige Onlineabschlüsse verzeichnet.

Weniger Akzeptanz für Makler

Seit 2015 zeige sich die allgemeine Akzeptanz des Onlinevertriebs [3] weitestgehend konstant, da jeder Dritte angebe, dass er sich einen Vertragsabschluss über einen Onlinekanal aktuell oder zukünftig vorstellen könne.

Gleichzeitig zeige sich die Entwicklung der Akzeptanz von Versicherungsmaklern eher rückläufig und erreiche 2017 nur noch 46 Prozent – sechs Prozentpunkte weniger als zum Zeitpunkt des Höchstwerts von 52 Prozent im Jahre 2015. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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