8. Oktober 2018, 12:03
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Volkssport Versicherungsbetrug

Immerhin 77 Prozent der befragten Verbraucher sind sich bewusst, dass eine Versicherung im Schadensfall eine einseitige Kündigung aussprechen kann.

Etwa neun Prozent der befragten Versicherungsnehmer geben an, bereits mindestens einmal – entweder alleine oder mit anderen – durch Falschangaben ihre Versicherung betrogen zu haben. Die Falschangaben verteilen sich auf alle Versicherungssparten ungefähr gleich.

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Gängigste Praxis ist gemäß der Umfrage die Angabe einer erhöhten Schadenssumme. 51 Prozent der Befragten, die angeben, bei Schadensmeldungen nicht ehrlich gewesen zu sein, haben diesen Weg gewählt. 39 Prozent der Verbraucher haben einen Schaden sogar selbst herbeigeführt und 30 Prozent einen solchen vorgetäuscht.

Kein Kavaliersdelikt

87 Prozent der befragten Verbraucher verstehen bewusste Falschangaben bei Schadensmeldungen als kriminell, 13 Prozent als Kavaliersdelikt. Insgesamt äußern 36 Prozent Verständnis für Falschangaben.

Der überwiegende Teil aller Befragten zeigt jedoch ein geringes Verständnis (64 Prozent). Je höher das Einkommen und der Bildungsstand, desto geringer das Verständnis. Zudem zeigen sich Männer (21,3 Prozent) hier verständnisvoller als Frauen (15,1 Prozent).

Seite 4: Wie sich Betrug vermeiden lässt

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1 Kommentar

  1. Die angegebene Zahl an Falschangaben halte ich für viel zu niedrig gegriffen – sie basiert auf den Zugeständnissen der Versicherungsnehmer. Die Dunkelziffer dürfte sehr viel höher sein. Zur Vermeidung des Betruges sollten die Vermittler stärker eingebunden werden. Ich selbst erlebe fast bei rund zwei Drittel der Schadenfälle die tendenz der Versicherungsnehmer, die Schadensituation “geschönt” darzustellen bzw. geschönte Zahlen anzugeben. Selbst im Bekanntenkreis hat man immer wieder versucht, mich für einen beabsichtigten Betrug mit ins Boot zu nehmen ( “du weißt doch wie sowas geht”…). Traurig aber wahr. Hier fehlt oftmals das richtige Rechtsempfinden und ein wenig die Idee, was Versicherung eigentlich ist. Ein möglicher chadenfreiheitsrabatt ( von vielleicht 20€ ) wird niemanden davon abhalten, einen persönlichen Vorteil von ein paar hundert oder gar tausend Euro zu realisieren.

    Kommentar von Wolfgang Zimmerer — 9. Oktober 2018 @ 18:12

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