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Auch dabei: Signal Iduna mischt im E-Scootermarkt mit

Die Erlaubnis zur Benutzung von E-Scootern im Straßenverkehrt ist kaum 14 Tage da. Nun proklamiert mit der Signal Iduna das dritte Unternehmen die Teilnahme am Markt. Was das Vorgehen von Zurich, Signal Iduna und der Bayerischen unterscheidet.

E-Scooter: Der Trend in Deutschland erwacht gerade.

Am Tag nach der Entscheidung überrascht die Bayerische [1] mit der Mitteilung, einen Modellversuch bei dem der Verleih von E-Scootern in Bamberg unterstützt wird. Zurich startet indes als erster Versicherer in Kooperation mit dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) die Ausgabe von Versicherungsplaketten für die beiden bislang einzig zugelassenen E-Scootern. Wir berichten dazu bereits [2].

Nun schließt sich mit der Signal Iduna ein weiterer Versicherer an den Wettbewerb um Marktanteile am Versicherungsmarkt der Micromobilität [2] an. “Wir sind mit weniger als fünf Prozent beteiligt, aber wir haben einen Fuß in der Tür”, sagte Ulrich Leitermann, Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna, gegenüber der Süddeutschen Zeitung [3]. Diese Zusammenfassung trifft das Vorhaben des Dortmunder Versicherers auf den Kopf: Die Signal Iduna versichert für das Start-Up Flash künftig deutschlandweit Haftpflichtschäden der zur Miete angebotenen E-Scooter.

Ein lukrativer und wachsender Markt

Die Teilnahme der Signal Iduna dürfte hierbei nicht das letzte Signal eines Versicherers sein, der am wachsenden Markt der Micromobilität teilnehmen möchte. Dafür spricht auch die weltweite Branchenumsatz mit Elektrorollern, sowie die Prognose über das zukünftige Wachstum.

Quelle: Statista

So hat die Hannoversche Versicherungsgruppe Wertgarantie jüngst gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (haz [4]) die Absicht bekundet, ebenfalls an diesem Markt teilnehmen zu wollen: „Das ist eine Riesenchance für uns, weil wir schon seit 20 Jahren Versicherungen für Fahrräderanbieten“, sagte Patrick Döring, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe Wertgarantie. 

(K)ein günstiger Spaß, aber ein guter Einstieg ins Kundengespräch

Wer sich nun für die Angebote der Versicherer interessiert, der stellt schnell fest, dass die verpflichtende Versicherung von E-Scootern kein günstiges Vergnügen ist. Prämien zwischen 35 und 45 Euro verhalten sich vergleichbar zu den günstigeren Tarifen der Mopedversicherung. So kostet der Schutz von der Zurich beispielsweise 35,70 Euro pro Versicherungsjahr.

Für Vermittler bedeutet diese Entwicklung jedoch vor allem eins: Die Möglichkeit, künftig mithilfe neuer Produkte mit unterschiedlichen Kunden ins Gespräch zu kommen. Wladimir Simonov, Versicherungsmakler aus Landshut, gewinnt vor einigen Jahren durch eine erfolgreiche Bewerbung des Wechsels von Mopedschildern 26 neue Kontakte. Aus diesem Erstkontakt ergibt sich dann das Gespräch über weitere Absicherungen. Diesen Weg könnte man nun mithilfe von E-Scootern auch gehen. (fm)

Foto: Shutterstock