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DISQ testet Rechtsschutztarife: So lässt sich sparen

Rechtschutzversicherungen folgen meist einem Baukastenprinzip. Häufig nachgefragt sind Kombiprodukte aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz. Einige bieten umfassenden Schutz. Andere – vermeintlich günstige Tarife – enttäuschen. Ein Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität unter zwölf Versicherern zeigt, dass sich viel Geld sparen lässt – bei gleichen oder besseren Leistungen.

Im Schnitt kommen die getesteten Rechtsschutzversicherer zwar auf ein gutes Gesamtergebnis. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede.

 

Große Sparpotenziale

Vorab: Insgesamt erzielen die getesteten Versicherer ein gutes Gesamtergebnis. Gleichzeitig offenbart der Test im Auftrag von n-tv aber deutliche Unterschiede zwischen den Anbietern: Das Abschneiden der Versicherer reicht von „sehr gut“ bis „ausreichend“.

Dabei ist nicht bei allen Unternehmen der günstigste Tarif preislich wirklich attraktiv – bei den Kombiprodukten aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz lässt sich bei Wahl des günstigsten anstelle des im Vergleich teuersten Angebots in allen untersuchten Fällen mehr als die Hälfte der Kosten sparen.

Generell zu unterscheiden sind dabei Tarife mit und ohne Selbstbeteiligung. Kunden, die eine Selbstbeteiligung von 150 Euro in Kauf nehmen, profitieren bei gleichen Leistungen von spürbar geringeren Tarifkosten.

 

Seite 2: Große Spanne bei den Leistungen [1]

 

 

Bei allgemeinen Leistungs- und Tarifmerkmalen schneiden die Produkte vergleichsweise am besten ab, etwa durch eine umfangreiche Kostenübernahme für Mediation und gerichtliche Fällen sowie die stets kostenlose Rechtsberatung am Telefon.

Deutliche Leistungsunterschiede

Wie bei den Kosten offenbaren sich aber auch in puncto Leistungsumfang deutliche Unterschiede zwischen den Versicherern. Dabei zeigt der Test, dass kostengünstig nicht automatisch leistungsschwächer bedeutet. So bieten vier Unternehmen Tarife zu relativ niedrigen Kosten in Kombination mit guten bis sehr guten Leistungen an.

Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität: „Eine Faustregel, dass höhere Versicherungsprämien auch bessere Leistungen garantieren, gibt es nicht. Wie der Test belegt, kristallisieren sich empfehlenswerte Rechtsschutzversicherungen erst durch einen genauen Preis-Leistungs-Vergleich heraus.“

 

Seite 3: Die besten Rechtsschutzversicherungen [2]

 

 

Testsieger ist Auxilia mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“. Der Versicherer überzeugt mit seinem Kombitarif aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz mit hervorragenden Leistungen.

Sowohl in puncto Vertragsbedingungen und Versicherungsumfang als auch bei den allgemeinen Leistungs- und Tarifmerkmalen schneidet das Unternehmen im Vergleich am besten ab. Auch die relativ niedrigen Prämien in der Kostenanalyse tragen zum Gesamtsieg bei.

Platz zwei für WGV

Den zweiten Rang belegt WGV (Qualitätsurteil: „sehr gut“). Im Rahmen der Kostenanalyse erweist sich der „BASIS-Tarif“ mit 150 Euro Selbstbehalt als der günstigste im Test. Für die Versicherungsvariante ohne Selbstbeteiligung bietet das Unternehmen den zweitgünstigsten Tarif.

Zudem sind die Leistungen der Rechtsschutzprodukte insgesamt gut, vor allem hinsichtlich der speziellen sowie der allgemeinen Leistungen und Tarifmerkmale.

 

Seite 4: Bronze für die Arag [3]

 

 

Die Arag positioniert sich mit einem sehr guten Gesamtergebnis auf Rang drei. Ausschlaggebend für das positive Abschneiden ist das im Anbietervergleich beste Ergebnis hinsichtlich der Tarifkosten.

Die Ersparnis gegenüber dem jeweils teuersten Tarif ohne Selbstbehalt beträgt bei allen untersuchten Kundenprofilen rund 54 Prozent. Ein passendes Produkt mit einer Selbstbeteiligung von 150 Euro bietet der Versicherer nicht an.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität testete die günstigsten Kombinationsprodukte aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz von zwölf bedeutenden Versicherern. Der Test umfasste eine Leistungs- sowie eine Kostenanalyse.

Untersucht wurden die günstigsten Versicherungstarife – zum einen ohne Selbstbeteiligung, zum anderen mit 150 Euro Selbstbehalt. Die Leistungsanalyse umfasste allgemeine Leistungs- und Tarifmerkmale, spezielle Leistungen im Privat-, Berufs- und Verkehrsbereich sowie Vertragsbedingungen/Versicherungsumfang.

Die Kostenanalyse basierte auf der Untersuchung der jährlichen Beitragshöhen der jeweils günstigsten Kombiprodukte für je drei verschiedene Kundenprofile. (dr)

Foto/Grafik: DISQ