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DVAG: Alles rund ums Rad

Am 17. Mail ist Auf-Arbeit-Radeln-Tag! Warum also nicht mal das Auto stehen lassen und lieber auf zwei Rädern ins Büro? Was dabei zu beachten ist, und wer zahlt, wenn auf dem Arbeitsweg etwas passiert. Die Versicherungsexperten der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) klären auf.

Wer auf einen umfassenden Schutz beim Radfahren nicht verzichten möchte, der kann sich privat absichern.

Der Aktionstag “Auf-Arbeit-Radeln-Tag” findet jedes Jahr am dritten Freitag im Mai statt. Seinen Ursprung hat es in den USA, wo er schon 1956 als “Bike-to-Work-Day” von der League of American Bicyclists ins Leben gerufen wurde.

Im Regelfall ist der direkte Weg zwischen dem eigenen Zuhause und dem Arbeitsplatz über die gesetzliche Unfallversicherung [1] abgesichert. Doch es ist Vorsicht geboten, denn schon ein kurzer Abstecher zum Bäcker hebt den Versicherungsschutz auf.

Sobald der direkte Weg verlassen wird, entfällt der gesetzliche Unfallschutz. Einzig die Unterbringung von Kindern, Umleitungen oder längeren, aber verkehrsgünstigeren Wegen sind davon ausgenommen.

“Wer den Arbeitsweg für über zwei Stunden unterbricht – um beispielsweise private Besorgungen zu erledigen – ist auch danach nicht mehr gesetzlich versichert”, erklären die DVAG-Versicherungsprofis zusätzlich.

Kantine oder Restaurant?

Ob man in der Mittagspause nun in die Kantine, zum nächsten Supermarkt oder doch lieber zum Italiener geht, ist letztendlich Geschmackssache. In den meisten Fällen ist der Weg zum Ort, an dem gegessen wird, gesetzlich abgesichert.

Der Schutz [2] endet jedoch mit Betreten der Lokalität. Selbst in der betriebseigenen Kantine sind Mitarbeiter also nicht abgesichert. Und Vorsicht: Das selbe gilt auch für das stille Örtchen.

Zwar ist der Gang zum Toilettenraum gesetzlich abgesichert – der weitere Aufenthalt dort jedoch nicht. Auch Spaziergänge und Raucherpausen während der Arbeitszeit gelten als Privatangelegenheiten.

Seite zwei: Vorteile der privaten Absicherung [3]

All jene die nicht auf einen Versicherungsschutz verzichten wollen, können sich zusätzlich auch privat absichern. Eine private Unfallversicherung zahlt bei Unfällen, die in der Freizeit passieren und daher zum Privatbereich gehören.

Dazu kommt die vereinbarte Invaliditätsleistung, die im Falle von bleibenden Schäden [4] für den behindertengerechten Umbau der eigenen vier Wände verwendet werden kann.

Zusätzlich ist auch eine regelmäßige Rentenzahlung möglich. Den Experten der DVAG zufolge ist es ratsam, sich in einem persönlichen Gespräch von einem Experten beraten zu lassen.

Gesetze rund ums Radfahren

In Deutschland gilt keine Helmpflicht für Radfahrer – weder für Erwachsene, noch für Kinder. Gut zu wissen: Die Unfallversicherung greift auch dann noch, wenn Sie auf einen Helm verzichten.

Fahren ohne Licht ist dagegen auch für die Brieftasche riskant: Hier muss man mit 20 Euro Strafe rechnen. Immerhin fünf Euro kostet das Freihändige Fahren, während Smartphone-Nutzung während der Fahrt mit ganzen 55 Euro zu Buche schlägt. Wer bei der Missachtung eines Zebrastreifens erwischt wird, der muss 40 Euro blechen.

Die größten rechtlichen Konsequenzen zieht jedoch wie so oft der Alkohol [5] nach sich. Wer mit 1,6 Promille oder mehr auf dem Rad erwischt wird, dem drohen drei Punkte in Flensburg, eine Geldstrafe und die Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU). (bm)

Foto: Shutterstock

 

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