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“Es gibt riesige Chancen für Frauen“

Frauen sind in der Finanzdienstleistung nach wie vor unterrepräsentiert. Cash. sprach mit Nathalie Schilling, Recruiterin und Finanzberaterin bei Swiss Life Select, über ihre Erfahrungen in der Finanzberatung und warum für Frauen der Beruf große Chancen bereithält.

Nathalie Schilling, Swiss Life Select [3] [1]: “Egal ob Mann oder Frau. Durch die freie Zeiteinteilung lassen sich bei Swiss Life Select Familie und Beruf problemlos unter einen Hut bringen.”

Was reizt Sie am Thema Finanzen und Finanzberatung?
Schilling: Wenn ich mich mit Freunden über Finanzthemen unterhalten habe, schien keiner wirklich viel dazu zu wissen. Beim Thema Miete oder Steuern sah es ähnlich aus. In der Schule lernt man dazu einfach nichts, aber eigentlich sind das die ganz alltäglichen Themen, die auf alle zukommen, wenn ihr Arbeitsleben beginnt. Finanzthemen haben mich also erst einmal für mich selbst interessiert und dann habe ich festgestellt, wie unglaublich abwechslungsreich dieses Feld ist. Keine Kundenfrage gleicht der anderen.

Im Laufe der Zeit wurde mir immer klarer, wie wichtig Finanzfragen für das Leben unserer Kunden sind. Daraus folgt ihnen gegenüber eine große Verantwortung, sie in diesen Fragen zu begleiten und gemeinsam mit ihnen herauszufinden, was sie sich wünschen und welche Lösung die richtige für sie ist. Das passt auch gut zu meiner Persönlichkeit. Ich höre gern zu, wenn Menschen über ihre Ziele, Wünsche und Hoffnungen erzählen. Und es freut mich sehr, wenn ich dazu einen kleinen Beitrag leisten kann.

Wie sind Sie erstmals mit dem Thema in Berührung gekommen?
Schilling: Ich bin tatsächlich über meine eigene Unkenntnis zu dem Thema gekommen. In der Presse liest man ja oft, die junge Generation werde keine Rente mehr bekommen und es im Alter schwer haben. Vor ein paar Jahren wollte ich dann etwas für meine eigene Altersvorsorge tun. Ich stand dann vor einem unüberschaubaren Angebot. Bei der Bank hört man dies, bei der Versicherung das. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, es geht nicht wirklich um mich. Damit wollte ich mich nicht zufriedengeben.

War es für Sie von vornherein klar, im Bereich Finanzvertrieb tätig zu sein?
Schilling: Eigentlich wollte ich Journalistin werden. Ich war immer daran interessiert, verschiedenste Themen selbst zu recherchieren, die Wahrheit zu erfahren und dann anderen Menschen zugänglich zu machen. Abwechslungsreiche Themen, Fragen stellen, zuhören, recherchieren – das hat mich gereizt. Ich wollte auch nie den ganzen Tag im Büro sitzen. An verschiedenen Orten arbeiten und mir meine Zeit flexibel einteilen, darum ging es mir ursprünglich.

Seite zwei: Kontakt und die Frage der Karrierewege [2]

Wie kam der Kontakt zu Swiss Life Select zustande? Gab es auch noch andere Optionen?
Schilling: Ich wollte mir Geld für einen Auslandsaufenthalt in Afrika zusammensparen. Mein Vater ist Manager bei Swiss Life Select. Er war schon immer sehr darauf bedacht, dass meine Schwester und ich uns unsere Ziele selbst erarbeiten. Daher habe ich dann nebenbei bei ihm in der Verwaltung gejobbt und Geld für die Reise verdient.

Von Anfang an hat mich der Teamgeist bei Swiss Life Select fasziniert. Ich hatte dann auch mal die Gelegenheit, bei einer Beratung mitzugehen und zuzuhören. Da war es dann um mich geschehen! Die Beziehung vom Kunden zum Berater fand ich prima – dieser vertrauensvolle Umgang miteinander durch die jahrelange Betreuung. Dazu kommen dann gute Einkommensmöglichkeiten und freie Zeiteinteilung – das war für mich perfekt. Es passte zu meinen Vorstellungen als Journalistin und eine andere Option brauchte ich dann nicht mehr. Also habe ich die Ausbildung bei Swiss Life Select begonnen.

Swiss Life Select bietet zwei unterschiedliche Karrierewege, als Finanzberaterin tätig zu sein oder aber als Führungskraft junge Berater zu coachen. Für welchen Weg haben Sie sich entschieden und warum?
Schilling: Für mich stand von Anfang an fest, dass ich Führungskraft bei Swiss Life Select werden möchte. Zum einen gebe ich gerne eigenes Wissen weiter. Und dann reizt mich der Gedanke, ein eigenes Team aufzubauen und auch selbst das Personal zu rekrutieren. Denn wenn im Team die Chemie nicht stimmt, entstehen Unzufriedenheit und Stress. Viele Menschen in meinem Netzwerk berichten darüber. Manche haben anscheinend gar keinen Spaß an der Tätigkeit – sie arbeiten nur, weil sie das Geld brauchen.

Swiss Life Select wächst stark und mir war klar, dass ich dazu meinen Teil beitragen möchte. Die Entwicklungsmöglichkeiten bei Swiss Life Select sind toll. Man kann studieren und sich als Coach weiterbilden lassen. Umgekehrt macht es mir auch wahnsinnig Spaß, andere Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Es ist großartig, welche Förderungen in Sachen Führung wir als junge Leute bei Swiss Life Select bekommen. Wir arbeiten in flachen Hierarchien und haben Experten zu allen wichtigen Themen an der Hand. Direkten Kontakt zu den besten Führungskräften und Direktoren – wo gibt es so etwas sonst? Dazu bin ich in Projektgruppen eingebunden, die sich mit der Zukunft der Direktion beschäftigen.

Warum ist Swiss Life Select aus Ihrer Sicht für Frauen interessant, um eine Karriere als Finanzberaterin zu starten?
Schilling: Es gibt einen festen Karriereplan, feste Meilensteine, die man erreichen kann, um bei Swiss Life Select Karriere zu machen und ein bestimmtes Einkommen zu erzielen. Egal ob Mann oder Frau. Durch die freie Zeiteinteilung lassen sich bei Swiss Life Select Familie und Beruf problemlos unter einen Hut bringen. Heute arbeite ich Vollzeit. Als Mutter kann ich flexibel auf halbtags wechseln, ohne jemanden fragen zu müssen.

Oder ich arbeite abgestimmt mit meinem Partner zu selbst festgelegten Zeiten. Das Unternehmen gibt wirklich allen eine faire Chance. Ich habe super Coaches um mich herum, die mich in meinen Vorhaben unterstützen, motivieren und weiterbilden.

Seite drei: Stärken von Frauen und Reaktionen der Klienten [4]

Wie gehen Sie damit um, dass der Beruf des Finanzberaters noch immer mehrheitlich männlich dominiert ist?
Schilling: Ich denke, dass es bei Swiss Life Select [5] riesige Chancen für uns Frauen gibt, gerade weil der Beruf noch immer männlich dominiert ist. Ich merke, dass Frauen sich gern von Frauen beraten lassen. Und dass Frauen auch gern Frauen als Führungskräfte haben. Da sind wir schon ein paar gute Schritte vorwärtsgekommen, und wir werden im Unternehmen auch immer mehr Frauen.

Es geht in dem Beruf ja viel um Kommunikation, Empathie und Einfühlungsvermögen. Wer soll das haben, wenn nicht eine Frau? Frauen unterschätzen ihr Können oftmals im Gegenansatz zu den männlichen Kollegen. Das merke ich bei meinen Mitarbeiterinnen und auch bei Kolleginnen. Wir können uns ruhig mehr zutrauen. Wenn wir das tun, werden wir die Branche ganz sicher verändern.

Wo liegen die Stärken von Frauen in diesem Beruf?
Schilling: Definitiv das Thema Empathie! Oftmals können Frauen besser heraushören, um was es einem Kunden oder Mitarbeiter wirklich geht. Wir können auch besser, feinfühliger mit den Gefühlen anderer umgehen.

Welche Reaktionen gibt es aus dem Kreis potenzieller Klienten, wenn Sie mit Ihnen Kontakt aufnehmen? Gab es schon einmal Vorbehalte?
Schilling: Tatsächlich ist es mir einmal passiert, dass eine Empfehlung mir gesagt hat, sie möchte lieber von einem Mann beraten werden. Warum, habe ich bis heute nicht herausgefunden. Ich fand das dann ungewöhnlich, aber wenigstens ehrlich. Ein anderes Mal saß ich einem älteren Herrn gegenüber, der mich so seltsam gemustert hat. Ich konnte förmlich spüren, wie der sich dachte: jung, blond, Frau und die soll mich jetzt beraten? Nachdem er sich dann auch so ähnlich geäußert hatte, habe ich mich gegen eine Betreuung entschieden.

Wir können bei Swiss Life Select ja Gott sei Dank ganz frei entscheiden, wen wir betreuen möchten und wen nicht. Das sind aber wirklich meine einzigen beiden Negativbeispiele. Ansonsten kann man eventuelle Vorbehalte sofort mit Wissen und Kompetenz auflösen.

Gab es schon einmal einen Zeitpunkt, an dem Sie Ihre Entscheidung bereut haben, diesen Beruf ergriffen zu haben?
Schilling: Nein, überhaupt nicht. Im Gegenteil: Es ist ein anspruchsvoller Beruf, der Intelligenz und Persönlichkeit erfordert. Daher kann ich nur jeder Frau – und natürlich auch jedem Mann – empfehlen, sich ernsthaft mit einer Karriere in der Finanzberatung zu beschäftigen!

Interview: Frank O. Milewski

Foto: Alexander von Spreti