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Finanzielle Bildung: Die Chemie stimmt noch nicht

Ob atomare Sprengkräfte in der Physik oder Gedichtanalysen im Deutschunterricht: die Bandbreite des Themenstoffs während der Schulzeit ist riesig. Die Aufnahme von Themen zur finanziellen Bildung wurden und werden immer wieder gefordert. Bislang ohne Erfolg. Was sich ändern muss:

Neben chemischen Experimenten könnte bald auch die Finanzbildung auf den Stundenplan eines jeden Schülers gehören.

Die Ergebnisse einer Online-Umfrage von INSA Consulere, durchgeführt im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge, ergab, dass der Großteil der knapp 2000 Befragten eine Einführung der finanziellen Allgemeinbildung begrüßen würde.

Zustimmung der jungen & älteren Bevölkerung

Besonders innerhalb der befragten jüngeren Bevölkerung, die zwischen 18 und 24 Jahre alt ist, stimmten ganze 48 Prozent zu, Schüler über finanziell relevante Grundprinzipien zu unterrichten. Ebenfalls positiv äußerte sich die weitaus ältere Bevölkerung, zwischen 65 Jahre und älter, zu dem Vorschlag.

Außerdem kristallisierte sich heraus, dass vor allem Haushalte mit einem monatlichen Einkommen von 4000 Euro und mehr, sich eine solche Bildung in schulischem Rahmen, gerade für ihre Kinder, wünschen.

Perspektiven der Vermittlung

Über die Form, in welcher ein solcher Unterricht an staatlichen Schulen möglicherweise bald Zugang finden könnte, zeigten sich die Befragten uneins. Ein Großteil hält es für sinnvoll, Finanzthemen in bereits vorhandene Schulfächer einzubauen, beispielsweise in Politik oder Wirtschaft. Auch für die Vermittlung innerhalb eines neuen Schulfachs oder in einer Arbeitsgemeinschaft zeigt sich rund ein Viertel der Teilnehmer interessiert.

Zusammenfassend machte die Umfrage deutlich, dass ein praxisbezogener Unterricht mit Schwerpunkt essenzieller Finanzthemen, mit besonderem Hinblick auf das für Schüler kommende alltägliche Leben in der Arbeitswelt, von großen Nutzen sein kann.(el)

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