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Metropolen: Das sind die unsichersten Städte Deutschlands

Das Leben in der Stadt boomt. Jobperspektiven, Infrastruktur und Freizeitmöglichkeiten sind dabei oft die wichtigsten Kriterien bei der Wahl des neuen Wohnorts. Der Punkt Sicherheit spielt weniger eine Rolle. Wie sicher sind die 15 größten Städte des Landes bei Risiken wie Feuer, Diebstahl, Internetkriminalität und Co.?

Leben in Berlin: Die Stadt zieht die Menschen an. Und Internetbetrüger. Leider ist Berlin nicht nur attraktiv, sondern auch unsicher.

Jährlich ereignen sich in Deutschland über drei Millionen gemeldete Hausrat- und Wohngebäudeschäden, deren Kosten bei insgesamt sechs Milliarden Euro liegen. Je nach Wohnort ist das Risiko unterschiedlich groß, von diesen Schadensfällen betroffen zu sein [1].

Städte am Wasser sind naturgemäß anfälliger für Überschwemmungen, an der Küste kommt es regelmäßig zu Sturmschäden und in Studentenstädten werden besonders gern Fahrräder gestohlen. Doch wie unsicher oder sicher sind die großen Metropolen der Republik?

Hierfür haben Finanzen.de und Comfortplan über 40 Datenreihen des Statistischen Bundesamts, des Bundeskriminalamts, des Deutschen Wetterdienstes sowie der regionalen Polizeistellen und Feuerwehren ausgewertet. Zudem auch Statistiken des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft und des Versicherers Generali aus dem Jahr 2017.

Heraus kam ein Versicherungsindex, der sich aus zehn verschiedenen Schadensfällen berechnet. Im Ranking finden sich sowohl klassische Schadensursachen wie Leitungswasserschäden als auch weniger bekannte Vorfälle wie Skimming – also der Kreditkartenbetrug am Geldautomaten.

Trauriger Spitzenreiter – Berlin

Die gefährlichste Stadt Deutschlands ist  Berlin. Nicht nur in Sachen Flughafen geht die Bundeshauptstadt mit schlechtem Beispiel voran. Beim Kreditkartenbetrug an Geldautomaten und der Internetkriminalität ist Berlin ebenfalls trauriger Spitzenreiter. Da es darüber hinaus auch zu zahlreichen Fahrraddiebstählen und Blitzeinschlägen kommt, belegt die Hauptstadt den ersten Platz im Gesamtranking der versicherungsbedürftigsten Städte Deutschlands.

Auf Rang zwei in der Gesamtwertung folgt Bremen. Gemessen an der Bevölkerungszahl wird deutschlandweit nirgends häufiger eingebrochen als in der Hansestadt. Auch Fahrräder und Daten im Internet sind dort begehrtes Diebesgut. Bei Gewittern können sich die Bremer jedoch zurücklehnen.

Seite 2: Der Süden ist sicherer [2]

Keine deutsche Stadt verzeichnet weniger Blitzeinschläge pro Quadratkilometer. Auf Platz drei landet überraschend Hamburg: Die Stadt ist am Wasser gebaut und dass der Wind hier oben stärker weht und der ein oder andere Regenschauer runterkommt, ist hinlänglich bekannt.

So verwundert es sich auch nicht, dass keine andere Stadt so bedroht von Sturmschäden und Überschwemmungen ist. Hamburg ist wohlhabend und so wundert es auch nicht, dass es hier verhältnismäßig viele Einbrüche gibt. Aufpassen müssen die Hamburger jedoch auch am Geldautomaten und im Internet, wo Kriminelle versuchen, an sensible Daten zu gelangen.

Stuttgarter sind in Sicherheit

Weitere Spitzenreiter in den Kategorien sind Leipzig (Fahrraddiebstahl, Brandstiftung), Frankfurt (Blitzschlag) und Köln (Leitungswasserschäden). Die sichersten Großstädte liegen im Süden der Republik. München und Stuttgart stehen am Ende des Rankings.

Die Schwaben können sich freuen, wohnen sie doch in der vor Hausrat- und Wohngebäudeschäden sichersten deutschen Stadt mit mindestens 500.000 Einwohnern.

Besonders wenig Angst müssen die Bewohner vor Fahrraddiebstahl, Internetkriminalität und Überschwemmungen haben. Auch Brände und Stürmen gibt es in der Hauptstadt Baden-Württembergs nur selten. (dr)

 

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