„KI und Robotik gehen erstmals Hand in Hand“

Die HDI Versicherung forciert den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Robotik. Dr. Gunnar Dolling, Leiter top.Schaden bei der HDI Versicherung AG erklärt im Interview die Funktionsweise der Technik.

 

Dr. Gunnar Dolling leitet den Bereich top.Schaden bei HDI.

 

Welches Problem löst die neue Software?
Dolling: Jedes Jahr erreichen sechs Millionen Dokumente unsere Schadenabteilung, beispielsweise Werkstattrechnungen. Das sind häufig komplexe, uneinheitlich strukturierte Dokumente.

Während bei Rechnungen teilweise spezialisierte Dienstleister unterstützen, müssen viele andere Dokumente wie Briefe zur Schadenmeldung und -beschreibung noch manuell verarbeitet werden. Wir wollen diesen Prozess im Sinne der Kunden beschleunigen, indem wir viele Dokumente nun selbst automatisiert verarbeiten.

Wie kann man sich das konkret vorstellen?
Dolling: Das hieße, dass man alles, was im Schreiben steht, als strukturierte Daten vorliegen hätte. Die Maschine überprüft dann, ob beispielsweise eine Werkstattrechnung stimmt. Zahlungsinformationen können ausgelesen, Adressdaten automatisch aktualisiert und korrekte Kostenvoranschläge direkt an Dienstleister weitergeleitet werden.

Eine Klassifizierung nach Schlagworten wäre dafür bei Weitem nicht ausreichend. Wir werden den Prozess intelligent automatisieren, indem wir Machine Learning nutzen. Das bedeutet, dass die Algorithmen selbstständig lernen und durch Feedback immer besser werden.

 

Seite 2: So funktioniert die KI

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