Lemonade und seine Investoren: Warum die ganze Welt investieren möchte

Ähnlich wie bei Sequoia Capital verhält es sich auch bei Aleph. Das israelische Unternehmen ist ebenfalls auf die Finanzierung von Unternehmen spezialisiert. Allerdings kennt der Gründer, Michael E. Eisenberg, die beiden Lemonade-Gründer seit vielen Jahren, wie er in seinem Unternehmensblog auf Medium schreibt. 

Warum Eisenberg für Schreiber und Wininger seine Grundsätze über Bord wirft

Eigentlich investiert Aleph nicht in Seedings. Auch liegt das getätigte Investment deutlich über deren normalen Finanzierungen. Als Gründe führt Eisenberg gleich mehrere an: Zunächst ist die Branche Grund genug. Wer im Versicherungswesen aktiv werden möchte, der benötigt mehr Geld als andere Branchen dies tun. Dies liegt auch nahe, wenn man bedenkt, dass die meisten Venture Capital finanzierten StartUps in den ersten Monaten mit einem Laptop und einem Internetanschluss auskommen.

Die Markteintrittsbarriere für Versicherungsunternehmen – und das ist, was Insuretechs sein möchten – liegen höher als die von klassischen StartUps. So ist beispielsweise eine Markterlaubnis seitens der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) nötig, um seinen Hauptsitz in Deutschland zu haben. 

Als nächsten Grund gibt Eisenberg die Erfahrung der beiden Gründer von Lemonade an. Ihre Kontakte und die damit verbundene Möglichkeit, ein funktionierendes Team aus Experten zusammenzustellen, erlaubt es Lemonade schneller zu wachsen als dies gewöhnliche StartUps tun. So ist es auch zu erklären, dass etwa 169 Mitarbeiter nach Angabe von Crunchbase heute für das Unternehmen arbeiten. Andere Versicherer kämen mit diesem Personalstamm nicht aus. 

Series A: Nächste Finanzierungsrunde – selbe Partner

Insofern überrascht es wenig, dass bereits im August, neun Monate nach der Gründung von Lemonade, die Runde zur Anschlussfinanzierung mit denselben beiden Investoren wie bei der Gründung vollzogen wird. Die Series A genannte Finanzierungsrunde dient dazu, den Rollout des Produkts vorzubereiten. Aufgrund der großen Höhe von zwei Mal 13 Millionen US Dollar scheint es möglich, dass ein Großteil der zweiten Runde vor allem dem Wachstum dient.

 

Seite 3: Was sich Kapitalgeber von den Wachstumsrunden erhoffen

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