Lemonade und seine Investoren: Warum die ganze Welt investieren möchte

Bei all den unterschiedlichen Investoren stellt sich neben den bereits skizzierten Interessen auch die Frage danach, welche Exits möglich sind. Das Onlineportal Carrier Management berichtet darüber, dass zwei Strategien für möglich gehalten werden: Entweder wird das Unternehmen an einen großen Versicherer verkauft oder es wagt einen Börsengang. 

Eigene Initiative oder Kaufabsicht bei der Allianz? 

Im ersten Fall sollen mit Allianz als direktem Investor und AXA als Rückversicherer gleich zwei große Unternehmen an Lemonade interessiert sein. Offizielle Statements zu entsprechenden Absichten gibt es nicht.

Denkt man jedoch die zuvor skizzierte Strategie der Allianz weiter und nimmt die Ankündigung hinzu, im Dezember 2019 einen eigenen Digitalversicherer starten zu wollen, ergibt sich hieraus entweder ein großes Kaufinteresse oder gar keine Kaufabsicht.

Grund für Letzteres dürfte die Strategie der Allianz sein: Man ist in unterschiedliche Insuretechs investiert. Beispielsweise hält die Allianz auch Anteile an Simplesurance. 

Und was ist mit AXA? 

Die Strategie von AXA scheint hier eher diejenige des Geldgebers denn des digitalen Aufkäufers zu sein. 

Somit bleibt ein Börsengang von Lemonade als wahrscheinlichste Option, um die unterschiedlichen Investoren zufrieden zu stellen. Diese Option wird umso wahrscheinlicher, als dass unterschiedliche Onlineportale darüber berichten, dass dies nun ansteht. So berichtet CTech, dass es einen Vertrag mit J.P. Morgan gibt, der den Börsengang binnen der kommenden sechs Monate vorsieht. 

Anthony Noto berichtet für das Onlineportal New York Businessjournal, dass auch ein Vertrag mit Goldman Sachs zum Börsengang geschlossen worden sei. Eine zweite Quelle oder offizielle Aussagen seitens der Unternehmen stehen bis heute aus. 

Wie steht es eigentlich um Lemonade und die Finanzen?

Da Lemonade derzeit aufgrund der Fokussierung auf Wachtsum noch nicht profitabel ist, muss die Zeit zeigen, ob weitere Produkte denkbar sind. Das Portal CTech berichtet dazu, dass man sich gut hält, jedoch auch das einfachste Produkt genommen habe. Ob und in welchem Umfang das Geschäftsmodell auch auf andere Bereiche übertragbar sei, müsse die Zeit zeigen. 

Gleich wie sich das Unternehmen weiterentwickele, die Expansion in andere Länder sei ein Kerninteresse aller Kapitalgeber, schreibt das Onlineportal Carrier Management. Zugleich sei es laut Matteo Carbone nötig, dass Lemonade sein Konzept weiter prüfe und entwickele, um die eigene Performance deutlich zu verbessern. 

 

Foto: Lemonade

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