1. Juli 2020, 16:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Augsburger Aktienbank gibt Wertpapiergeschäft ab

Die Augsburger Aktienbank (AAB), eine Tochter der LVM Versicherung, steht vor einer Neuordnung. Das Wertpapiergeschäft der AAB wechselt zur Münchener European Bank for Financial Services GmbH (ebase). Der Verkauf ist zugleich Ausgangspunkt für eine Neustrukturierung der AAB-Geschäftsfelder. 

Bildschirmfoto-2020-07-01-um-16 09 47 in Augsburger Aktienbank gibt Wertpapiergeschäft ab

Dr. Rainer Wilmik, LVM-Vorstand und AAB-Aufsichtsratsvorsitzender

Das Wertpapiergeschäft der AAB, das Depotvolumina von rund 180.000 Kunden in Höhe von etwa 17 Milliarden Euro umfasst, soll bis Mitte 2021 an die ebase übertragen werden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Mit dem Kaufvertrag schließen der Versicherer und die ebase zugleich eine langfristige Kooperationsvereinbarung. Dr. Rainer Wilmink, LVM-Vorstand und AAB-Aufsichtsratsvorsitzender: „Als Nischenanbieter war es für die Augsburger Aktienbank zunehmend schwer, sich in einem konsolidierten Marktumfeld zu behaupten. Mit der ebase übernimmt nun eine der führenden B2B-Direktbanken das Wertpapiergeschäft der AAB. Sie wird das grundsätzlich erfolgreiche Geschäft ausbauen und bietet auch für die Mitarbeiter eine sichere Perspektive.“

Mit dem Verkauf konzentriert sich die LVM stärker auf ihr Kerngeschäft als Versicherer und führt das Wertpapiergeschäft in Zukunft nicht mehr über eine eigene Tochterbank fort. Bankprodukte, auch im Wertpapiergeschäft, werden jedoch weiterhin mit zum Produktportfolio gehören.

Zu diesem Zweck schließen die Versicherungsgruppe und die ebase eine langfristige Kooperationsvereinbarung. Ludger Grothues, LVM-Vorstand: „Wir freuen uns, dass wir mit der ebase einen Partner gewonnen haben, der mit seinem Banken-Knowhow und seiner IT-Kompetenz im Markt sehr gut aufgestellt ist. Durch die Kooperation werden wir unseren Kunden auch weiterhin attraktive Produkte aus dem Bereich des Wertpapiergeschäfts anbieten können.”

Im Zuge des Verkaufs des AAB-Wertpapiergeschäfts wechselt rund die Hälfte der AAB-Mitarbeiter zur ebase und führt das Wertpapiergeschäft am bisherigen Standort in Augsburg fort. „Das erworbene Wertpapiergeschäft ist ein wichtiger Baustein in unserer Wachstumsstrategie. Besonders freuen wir uns aber auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen neuen Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrer großen Expertise einen wichtigen Beitrag auf unserem gemeinsamen Weg leisten werden“, sagt Kai Friedrich, CEO der ebase. 

Die veränderten Rahmenbedingungen im Bankenmarkt – wie das historisch niedrige Zinsumfeld, die zunehmende Regulierung, gestiegene Fixkosten sowie die Herausforderungen der Digitalisierung – machen zudem eine grundlegende Neustrukturierung der AAB-Geschäftsfelder erforderlich.

„Die hochspezialisierten Geschäftsfelder der Augsburger Aktienbank sind in besonderem Maße von den Veränderungen im Banken- und Finanzdienstleistungsbereich betroffen und in der Vergangenheit zunehmend unter Druck geraten“, so AAB-Vorstand Lothar Behrens.

Die weitere Ausgestaltung der Neuordnung erfolgt derzeit in enger Abstimmung zwischen der LVM und der AAB. Davon ausgenommen ist die AAB Leasing, welche unabhängig von der Neuordnung der AAB ihr erfolgreiches und stabiles Geschäftsmodell weiter ausbauen soll.

Foto: LVM

Ihre Meinung



 

Versicherungen

MLP: Gesamterlöse steigen deutlich

Trotz der erwarteten negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf einzelne Geschäftsfelder konnte die MLP Gruppe ihren Wachstumstrend der vergangenen Quartale fortsetzen und hat die Gesamterlöse im ersten Halbjahr 2020 um 9 Prozent auf den Höchstwert von 359,0 Mio. Euro gesteigert.

mehr ...

Immobilien

ZIA begrüßt e-Wertpapiere, will aber mehr

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, bewertet den kürzlich vorgelegten Gesetzentwurf zur Ein­füh­rung von elek­tro­ni­schen Wert­pa­pie­ren als einen “Meilenstein auf dem Weg hin zum digitalen Kapitalmarkt”. Doch der Verband hofft auf einen weiteren Schritt.

mehr ...

Investmentfonds

ifo Institut: Firmen erwarten normale Geschäftslage erst in 11 Monaten

Die deutschen Unternehmen erwarten erst in durchschnittlich 11,0 Monaten eine Normalisierung ihrer eigenen Geschäftslage. Das ist das Ergebnis der aktuellen ifo Konjunkturumfrage vom Juli.

mehr ...

Berater

Cash. Hitliste der Maklerpools: Die Top Drei

91 Prozent der von Cash. befragten Maklerpools konnten ihre Provisionserlöse im Jahr 2019 steigern. Die drei Spitzenreiter erzielten jeweils Provisionserlöse im dreistelligen Millionenbereich.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbörse sieht Zweitmarkt “zwischen Corona-Sorgen und Optimismus”

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnete im Juli-Handel im Vergleich zu den Vorjahren eine leicht unterdurchschnittliche Handelstätigkeit bei etwas ermäßigten Kursen. Jedoch zeichne sich im Vergleich zu den Corona-geprägten Vormonaten eine leichte Erholung ab.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Das dicke Ende kommt mit Sicherheit

Die durch die Corona-Pandemie verursachten Wachstumseinbrüche im 2.Quartal waren ohne Zweifel dramatisch. Allerdings zeigt sich in den Konjunkturdaten sowie in den nunmehr akribisch verfolgten täglichen und wöchentlichen Echtzeitindikatoren, dass die meisten Länder den Weg aus der Talsohle bereits im Mai wieder eingeschlagen haben. Also alles wieder gut? Ein Kommentar von Stefan Schneider vom Deutsche Bank Research Management.

mehr ...