17. Juni 2020, 11:34
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Ausrichtung auf Nachhaltigkeit trägt Früchte: Ostangler Brandgilde wächst in allen Sparten

Die zunehmende Ausrichtung auf Nachhaltigkeit trägt Früchte: Die Ostangler Brandgilde (OAB) konnte 2019 die guten wirtschaftlichen Ergebnisse des Vorjahres zu steigern. Die Beitragseinnahmen des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit (VVaG), der zu den ältesten Sachversicherern Deutschland gehört, kletterten deutlich um zwölf Prozent auf 32 Millionen Euro.

 

Jens-Uwe Rohwer in Ausrichtung auf Nachhaltigkeit trägt Früchte: Ostangler Brandgilde wächst in allen Sparten

Jens-Uwe Rohwer, Vorstandsvorsitzender der Ostangler Brandgilde.

„Neben dem bundesweit starken Anstieg der Kundenverbindungen im Bereich der Haftpflicht und der Hausratversicherung verzeichneten wir Zuwachsraten in unterschiedlichen Segmenten. So erhöhte sich die Anzahl der Verträge mit Kunden um neun Prozent und die Mitgliederzahl wuchs von rund 81.000 auf 88.000“, erklärt Jens-Uwe Rohwer, Vorstandsvorsitzender der Ostangler Brandgilde.

Einfluss auf das gute Geschäftsergebnis nahm auch die Schadenquote. „Die Bruttoschadenquote lag erneut unter 50 Prozent und damit auf einem nach wie vor guten Niveau. Die Wohngebäudeversicherung blieb im vergangenen Jahr von größeren Feuer- und Sturmschäden verschont und wies daher ein positives versicherungstechnisches Ergebnis aus“, erläutert Jens-Uwe Rohwer.

Erhöhung von Kapital und Investitionen
Maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat die Markteinführung neuer Produkte im Jahr 2018. Hohe Nachfrage erzielte insbesondere die Garantieversicherung. Auch die Cyberversicherung rückt zunehmend in den Fokus der Zielgruppe. „Die Cyberversicherung schließt eine wichtige Absicherungslücke in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung: sie managt Cyber-Krisenfälle und reguliert den entstandenen finanziellen Schaden“, erklärt Rohwer.

Rohwer verdeutlicht, dass das vergangene Jahr zudem auch durch Investitionen in die Weiterentwicklung der Informationstechnologien geprägt war: „Insbesondere im Bereich BiPRO sehen wir uns sehr weit vorne am Markt und bieten den Datenaustausch mit den bundesweit tätigen Vermittlern an.“

Zudem gab es eine Erhöhung der Sicherheitsmittel des Unternehmens. Den Schwankungsrückstellungen wurden etwa 2,6 Millionen Euro zugeführt. Der Jahresüberschuss belief sich auf rund  273.000 Euro. Bei der Eigenmittelausstattung schneidet die Ostangler Brandgilde sehr gut ab: Zum 31.12.2019 betrug die Solvenzkapitalanforderung im Verhältnis zu den vorhandenen Eigenmitteln (SCR) etwa 350 Prozent. Der Kapitalanlagenbestand erhöhte sich 2019 auf 28,5 Millionen Euro.

Zum guten Ergebnis und Mitgliederzuwachs trug auch die zunehmende Ausrichtung auf Nachhaltigkeit bei. „Der Plan ist, für die Ostangler als nachhaltiges Unternehmen im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) eine Entsprechenserklärung sowie einen externen Nachhaltigkeitsbericht zu veröffentlichen.

Dies schließe die Berichterstattung zu ESG-Themen (Umwelt, Soziales und Unternehmensgrundsätze), in der die bisherigen Bemühungen und Projekte sowie Pläne für die Zukunft des Unternehmens festgehalten werden, mit ein, betont der Versicherer.

Wachstum für 2020 erwartet
Mit über 230 Jahren Unternehmensgeschichte ist die Ostangler Brandgilde durch Nachhaltigkeit gekennzeichnet. Dies spiegelt sich auch im Konzept der nachhaltigen Versicherungsprodukte wider, die die Ostangler im Jahr 2020 weiter ausbauen möchte. „Wir sehen im nachhaltigen Handeln eine große Chance, uns im Markt stark aufzustellen“, sagt Jens-Uwe Rohwer.

Nachhaltigkeit zahlt sich vor allem in Zeiten von Krisen wie Covid-19 aus. „Der Coronavirus führt zu immensen Kursverlusten, die ohne jeden Zweifel zu Abschreibungen führen werden. Neben den Auswirkungen auf die Kapitalanlagen sind auch Schäden in der Versicherungstechnik zu verzeichnen”, sagt Rohwer. Dank ausreichender Rückstellungen und Kapitalanlagen werde die Ostangler auch die Coronaschäden angemessen auffangen können.

Für 2020 erwartet der Versicherer ein Wachstum von rund zehn Prozent – basierend auf dem Ausbau des landwirtschaftlichen Geschäfts durch Kooperationen und Gründungen weiterer Tochterfirmen sowie der Aufnahme der landwirtschaftlichen Rechtsschutzsparte. (dr)

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