15. April 2020, 14:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bilanz 2019: Barmenia Allgemeine wird zum Wachstumstreiber

Die Barmenia Versicherungen blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. So wuchsen die Beiträge wuchsen 2019 um 3,2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Insbesondere dank einer hervorragenden Vertriebsleistung sei das ambitionierte Ziel, auf 2,5 Millionen Kunden im Bestand zu wachsen, übertroffen, teilte der Versicherer bei der Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen mit.

Barmenia Eurich MartinJepp-1 in Bilanz 2019: Barmenia Allgemeine wird zum Wachstumstreiber

Barmenia-Vorstandsvorsitzer Dr. Andreas Eurich freut sich über eine sehr gutes Geschäftsjahr 2019.

„Besonders erfreulich ist, dass wir in der Krankenvollversicherung Personen anbauen konnten, das könnte eine Trendwende sein“, erläutert Barmenia-Chef Andreas Eurich. Darüber hinaus weist er darauf hin, dass die Gruppenstruktur optimiert wurde, um die Gruppe zukunftsfähig zu halten und Profitabilität und Wettbewerbsposition dauerhaft zu sichern.

Bei der Barmenia Allgemeine (BA) stiegen die gebuchten Bruttobeiträge im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,1 Prozent auf 212,4 Millionen Euro. Seit 2012 konnte die BA ihr Beitragsvolumen damit verdoppeln. Wachstumstreiber im Jahr 2019 waren die Wohngebäude- und Haftpflichtversicherung sowie die Tier-Operationskostenversicherung.

Die Barmenia Kranken (BK) konnte ihren Bestand um 3,4 Prozent auf nunmehr 1.292.074 Versicherte ausbauen. Die gebuchten Brutto-Beiträge erhöhten sich im Geschäftsjahr marktüberdurchschnittlich um 2,7 Prozent auf 1,772,4 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 207,9 Millionen Euro um 5,5 Prozent über dem des Vorjahres.

Gegen den Markttrend erzielte der Krankenversicherer im schwer umkämpften Markt der Vollversicherung ein Nettobestandswachstum von 1.125 Personen. Der Personen-Nettobestand in der Krankheitskosten-Teilversicherung stieg mit einem Wachstum von rund 43.000 Personen noch deutlicher an. Aus den erfolgsunabhängigen Rücklagen für Beitragsrückerstattung (RB) schüttete der BK an insgesamt 82.000 leistungsfrei gebliebene Kunden in der Kranken-Vollversicherung insgesamt 62,2 Millionen Euro aus.

bKV erlebt Schub

Einen Schub erlebt die bKV dank des Vertragsabschlusses mit Evonik Industries: Dort konnte die Barmenia Kranken einen der größten bKV-Abschlüsse der Branche verzeichnen. Darüber hinaus gelang der Barmenia mit CareFlex Chemie in einem Konsortium mit zwei weiteren Versicherern – der R+V und der Deutsche Familienversicherung – zum ersten Mal ein Abschluss im tarifvertraglichen Umfeld für weit mehr als eine halbe Million Beschäftigte.

Barmenia Leben mit starkem Wachstum

Die Barmenia Lebensversicherung konnte ihr Neugeschäft im Jahr 2019 noch einmal deutlich ausbauen. Das Annual Premium Equivalent (APE) lag im abgelaufenen Jahr bei 37,4 Millionen Euro – ein Plus von 9,8 Prozent. Die gebuchten Bruttobeiträge erreichten einen Stand von 264,4 Millionen Euro – ein Plus von 3,4 Prozent.

Die Barmenia Leben behauptete sich im Umfeld mit hoher Marktliquidität und extrem niedrigem Zinsniveau weiter. Treiber waren nach Unternehmensangabe die Rentenversicherungen mit optionaler Indexbeteiligung, Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie fondsgebundene Rentenversicherungen. Insgesamt  konnte der Versicheer die Marktentwicklung stückzahl-, versicherungssummen- als auch zahlbeitragsbezogen spürbar übertreffen.

Coronakrise macht Prognosen unmöglich

“In das neue Geschäftsjahr sind wir gut gestartet”, lautet das Fazit von Vorstandschef Eurich. Wie sich das Jahr insgesamt entwickle, bleibe – aufgrund der Corona-Krise – abzuwarten. Um den Kunden das sicherere Gefühl zu geben, dass die Barmenia auch in Krisenzeiten ein verlässlicher Partner ist, halte man  einen engen Kundenkontakt.

“Wir wollen unseren Kunden die Sicherheit geben, dass wir auf die aktuelle Situation ganz im Sinne von Einfach. Menschlich. reagieren und versuchen, in jeder Situation eine passende Lösung zu finden. Wir haben ein Maßnahmenpaket geschnürt, das viele Erleichterungen bringt, sowohl für Kunden als auch für unsere Vermittler“, erklärt Eurich. „Wir stehen vor einer echten Herausforderung! Aber wir werden sie meistern.“ (dr)

Foto: Martin Jepp

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Die besten Kfz-Versicherer: Das sagen die Kunden

Wer sich im Schadensfall gut absichern möchte, braucht einen verlässlichen und serviceorientierten Partner. Welche Kfz-Versicherer insgesamt kundenorientiert aufgestellt sind, untersucht die Kölner Analysegesellschaft Service Value bereits im elften Jahr in Folge.

mehr ...

Immobilien

Mit Abriss und Neubau zum Wunschhaus: Stolperfallen vermeiden

Endlich im eigenen Heim wohnen und es nach den persönlichen Vorstellungen gestalten – dieser Wunsch scheint besonders für Immobiliensuchende in und um Ballungszentren fast unerfüllbar zu sein: Baugrundstücke sind kaum vorhanden und die angebotenen Häuser befinden sich häufig auf Schrott-Niveau. Eine Option, dennoch den Traum Realität werden zu lassen: Die Bestandsimmobilie abreißen und anschließend auf dem Grundstück neu bauen. Dabei gibt es jedoch einige Klippen zu umschiffen.

mehr ...

Investmentfonds

Coronavirus und Politik bestimmen Kurs des US-Dollars

Tobias Frei, Senior Portfolio Manager beim Vermögensverwalter Bantleon, kommentiert die Einflussfaktoren für den Kurs des US-Dollars.

mehr ...

Berater

Definet-Chef: “Da fehlt der Faktor Mensch”

Cash.-Interview mit Definet-Vorstand Mathias Horn über Beratung in Zeiten von Covid-19, virtuelle Vertriebsveranstaltungen und die zunehmende Regulierung kleiner und mittlerer Beratungsunternehmen.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin bestellt Abwickler für Acada-Geschäfte

Die Finanzaufsicht BaFin hat bereits mit Bescheid vom 1. September 2020 zur Abwicklung des durch die mittlerweile insolvente Adcada GmbH, Bentwisch, unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts einen Abwickler bestellt. Das machte die Behörde nun auf ihrer Website bekannt.

mehr ...

Recht

Online-HVs: BVI fordert Einhaltung von Aktionärsrechten

In der Hauptversammlungssaison 2020 gab es fundamentale Einschränkungen der Aktionärsrechte. Die Unternehmen haben ihre HVs überwiegend online abgehalten. Ein Dialog zwischen Eigentümern und Verwaltung der Unternehmenwar dabei faktisch unmöglich. Es gab lediglich eine Fragemöglichkeit für Aktionäre im Vorfeld der HV, aber keine Auskunfts- und Antragsrechte. Während der Versammlung konnten sie dem Management in den meisten Fällen spontan keine Fragen stellen. Aus diesem Grund fordert der BVI Nachbesserung bei der rechtlichen Ausgestaltung von Online-HVs.

mehr ...