12. Mai 2020, 12:48
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Corona: Krankenkassen fordern Staatshilfen

Wegen Zusatzausgaben und erwarteten Mindereinnahmen durch die Corona-Krise fordern die gesetzlichen Krankenkassen staatliche Unterstützung, um nicht in Finanznöte zu geraten. Nach Angaben des GKV Spitzenverbandes der Krankenkassen wurde darüber bei einem Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beraten.

Dr-Doris-Pfeiffer-GKV-Spitzenverband in Corona: Krankenkassen fordern Staatshilfen

Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes

 

Die Vorstandsvorsitzende des GKV Spitzenverbandes, Dr. Doris Pfeiffer, sprach von einer “offenen und konstruktiven Atmosphäre”. Man sei sich einig gewesen, “dass spätestens im Herbst mit dem Bundesfinanzminister über einen höheren Bundesanteil an der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung zu sprechen sein werde”, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

In einem Positionspapier, mit dem die Kassen in das Gespräch gegangen waren, ist die Rede von Steuermitteln. Ohne gesetzliche Maßnahmen steuere das Finanzierungssystem der Krankenversicherung spätestens zum Jahreswechsel auf einen existenziell bedrohlichen Liquiditätsengpass zu, heißt es darin. Es müssten zeitnah Maßnahmen ergriffen werden. Andernfalls drohten Schließungen “von Krankenkassen mit geringen Reserven” und Beitragssteigerungen für Mitglieder und Unternehmen, “die in einer Rezession unbedingt vermieden werden sollten”.

Durch die Corona-Krise sind die Kassen mit Mindereinnahmen durch sinkende Beitragseinnahmen wegen Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit konfrontiert. Auf der anderen Seite entstehen Zusatzausgaben etwa durch die Aufstockung von Intensivbetten oder durch die Übernahme der Kosten auch für symptomunabhängige Coronatests. Allerdings sind vorübergehend auch Ausgaben gesunken, weil Operationen und Behandlungen aufgeschoben wurden. Daher ist die genaue Größenordnung der Finanzlücke nach Kassenangaben noch nicht abzuschätzen. (dpa-AFX) & dr

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Hallo, wir hatten uns für das Alter mit einer Direktversicherung seit 1991 vorgesorgt.Leider hat uns die Krankenkasse/Pflegeversicherung davon einige Tausend Euro im Nachhinein abgeknöpft. Wo ist das viele Geld hin? Wo ist der Überschuss im Milliardenhöhe?
    Man denkt man ist im falschen Kino!!!!

    Kommentar von Helga Hartzsch — 13. Mai 2020 @ 17:49

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