11. Juli 2020, 00:37
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Coronakrise: Wieder erste Erholung bei Beitragseinnahmen der Rentenkasse

In der Rentenkasse zeigt sich trotz der Corona-Krise eine erste Erholung. Es gehe bei den Einnahmen “aktuell wieder nach oben”, sagte die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Im März und April habe es als Folge massiver Corona-Beschränkungen geringere Beitragseingänge gegeben.

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“Jetzt stellen wir fest: Im Mai und Juni liegen wir bei den Beitragseingängen wieder über den Werten, die wir zur gleichen Zeit im Vorjahr hatten.” Das liege auch an Nachzahlungen gestundeter Beiträge. Sie sei aber “zuversichtlich” zur weiteren Entwicklung der Rentenversicherung in der Corona-Krise.

Roßbach erläuterte: “Der Beitragssatz bleibt voraussichtlich weitere zwei Jahre stabil bei 18,6 Prozent. Danach wird eine Anhebung nötig sein.” Dies sei ein Ergebnis einer Finanzschätzung, die jedes Jahr im Juli gemacht wird. Die Auswirkungen der Krise am Arbeitsmarkt seien geringer, als viele denken. “Natürlich kommen weniger Beiträge rein, wenn mehr Menschen arbeitslos oder in Kurzarbeit sind.” Eingezahlt werde aber auch, wenn jemand Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld I bekommt. Das federe die Krise für die Rentenversicherung ab.

Die Rücklage verringere sich nun etwas schneller als geplant. “Aber sie ist immer noch gut ausgestattet.” Nach Vorausberechnungen werde sie auch Ende des Jahres noch bei rund 38 Milliarden Euro liegen – nach 40,5 Milliarden Euro Ende 2019. Roßbach betonte: “Die Rente wird ohne Wenn und Aber gezahlt. Dies war zu keinem Zeitpunkt in der Corona-Krise in Gefahr. Und das gilt auch in der Zukunft.”

Nach jahrelangen Rentensteigerungen könnte 2021 aber eine Erhöhung im Westen Deutschlands ausfallen. Im Osten dürfte es wohl nur eine Mini-Anhebung um 0,7 Prozent geben. Gerade sind die Renten zum 1. Juli im Osten 4,2 Prozent und im Westen um 3,45 Prozent gestiegen. Basis der jährlichen Anpassung ist unter anderem die Lohnentwicklung im Vorjahr – die Corona-Krise dürfte sich daher negativ auf die Anpassung 2021 auswirken. (dpa-AFX)

Foto: picture-alliance

1 Kommentar

  1. Das Max-Planck Institut hat andere Berechnungen als das ws die Vorsitzende sagen darf. Die Erfahrung liegt aus der vergangene Bankenkrise vor. Einfach nur das mittlere Szenario anschauen. (abhängig von der Dauer der Epidemie)

    Kommentar von Ditmar Gall — 15. Juli 2020 @ 14:17

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