29. April 2020, 17:39
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Coronapandemie: So leiden die Versicherungsvermittler

Wie steht es um den Versicherungsmarkt und damit die unabhängigen Makler und Mehrfachagenten? Dieser Frage ist die Forschungsgruppe gdp in Kooperation mit MRTK Marketing Research Team Kieseler nachgegangen. In einer repräsentativen telefonischen Umfrage wurde ein erstes Stimmungsbild in der ersten Aprilwoche 2020 ermittelt.

 

Bildschirmfoto-2020-04-29-um-17 35 18 in Coronapandemie: So leiden die Versicherungsvermittler

Fakt ist: bereits jetzt spüren 87 Prozent der größeren Maklerbüros mit vier oder mehr Mitarbeitern die Auswirkungen der Corona-Krise. Auch auch die Ein-Mann-Büros sind durch Corona betroffen. Hier gaben 72 Prozent an, von der Corona-Krise betroffen zu sein. Für 41 Prozent hat der Lockdown einen gravierenden Einfluss auf das Geschäft. Lediglich elf Prozent der Makler geben an, momentan noch keine nennenswerten Effekte zu spüren.

Besonders stark betroffen sind Makler mit den Spartenschwerpunkten Leben und Kranken. Hier hat über die Hälfte mit deutlichen Folgen zu kämpfen. Etwas weniger heftig sieht es bei den Vermittler im Sach- und Gewerbebereich aus. Hier sagen nur 31 Prozent, dass sie die Auswirkungen der Pandemie auf ihr Geschäft deutlich spüren. Das Hauptproblem für alle sind jedoch die erschwerten Bedingungen im Kundenkontakt (51 Prozent) und die damit einhergehenden Nachfrageeinbrüche. So kämpft jeder fünfte Makler aktuell mit Stornierungen oder Kündigungen.

Von Seiten der Kunden macht sich Unsicherheit und Zurückhaltung breit. Das Interesse an Neuabschlüssen sinkt, alte Verträge werden überdacht, wenn nicht gar storniert. Alle warten ab, wie es in der Gesamtwirtschaft und in der persönlichen Situation weitergehen wird. (dr)

Grafiken: gdp/MRTK

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