18. August 2020, 18:04
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Dänische Regierung legt zentralen Vorschlag zu vorzeitiger Rente vor

Langjährige Arbeiter sollen in Dänemark laut einem Vorschlag der Regierung nach einem harten Arbeitsleben früher in Rente gehen dürfen als andere. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen stellte dazu am Dienstag ein seit langem erwartetes Konzept ihrer Regierung vor.

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Dänische Kronen

Jeden Tag stünden Dänen auf, um mit Schmerzen im Rücken, den Knien oder den Schultern zur Arbeit zu gehen, sagte sie in einem Schlachtbetrieb in der Stadt Horsens. Solche Arbeitnehmer müssten die Gelegenheit bekommen, in den Ruhestand zu gehen, bevor sie körperlich völlig abgearbeitet seien. Man sollte als Rentner gute Jahre vor sich haben, in denen man die Zeit mit der Familie und seinen Hobbys genießen könne, sagte Frederiksen.

38.000 potenzielle Kandidaten für vorzeitige Rente

Die Regierung rechnet damit, dass 2022 rund 38 000 Menschen nach einem langen und körperlich harten Arbeitsleben die Bedingungen für die geplante vorzeitige Pensionierung erreicht haben werden – in dem Jahr liegt das generelle Rentenalter in Dänemark bei 67 Jahren. Wer als 61-Jähriger für 42 bis 44 Jahre auf dem Arbeitsmarkt gewesen ist, darf sich nach den Plänen später mit 64 für ein bis drei Jahre früher zur Ruhe setzen. Von diesen Möglichkeiten dürften etwa 22 000 der 38 000 Arbeitnehmer Gebrauch machen, schätzt die Regierung.

Rente vor Steuern sind umgerechnet 1.820 Euro

Vor Steuern soll die vorzeitige Rente 13 550 Kronen monatlich betragen – umgerechnet sind das nach heutigem Stand 1820 Euro. Wer ein persönliches Rentenvermögen von mehr als zwei Millionen Kronen angespart hat, bekommt eine geringere Summe. Der Vorstoß dürfte nach Regierungsangaben rund drei Milliarden Kronen jährlich kosten.

Parlamentsmehrheit als nächster Schritt

Als nächstes muss die Regierung dafür nun eine Parlamentsmehrheit finden. Das Konzept gilt für die dänischen Sozialdemokraten um Frederiksen als oberstes Prestigeprojekt, es war eines ihrer zentralen Wahlversprechen vor der Parlamentswahl im Juni 2019 gewesen. Im Wahlkampf hatten sie dafür mit einer Kampagne um den Brauereimitarbeiter Arne Juhl geworben, das Ganze wurde deshalb als “Arne-Rente” bekannt. (dpa-AFX)

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