7. Juli 2020, 10:49
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Deutsche Familienversicherung plant Gründung eines Kranken- und Sachversicherers

Die Deutsche Familienversicherung hat rund 1,3 Millionen neue Aktien im Wert von rund 2,6 Millionen Euro im Rahmen eines Private Placements an den Markt gebracht. Das Geld soll in den Aufbau eines Privaten Krankenversicherers und eines Sachversicherers sowie neue Produkte fließen.

Knoll in Deutsche Familienversicherung plant Gründung eines Kranken- und Sachversicherers

Dr. Stefan Knoll, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Deutsche Familienversicherung

Die DFV Deutsche Familienversicherung AG hat im Rahmen einer angekündigten Barkapitalerhöhung unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre insgesamt 1.326.160 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien zum Preis von 24,40 Euro je Aktie im Wege einer Privatplatzierung bei institutionellen Investoren platziert.

Die Kapitalerhöhung war deutlich überzeichnet. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöht sich von 26.523.240 Millionen Euro um 2.652.320 Millionen Euro beziehungsweise knapp zehn Prozent auf 29.175.560 Millionen Euro. Der Streubesitz der DFV-Aktie steigt damit von aktuell 12,28 Prozent auf rund 21,1 Prozent. Der Gesellschaft fließt aus der Kapitalerhöhung ein Bruttoemissionserlös von rund 32,35 Millionen Euro zu.

„Ich danke allen Investoren, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben. Die erfolgreiche Kapitalerhöhung zeigt, dass die hohe Skalierbarkeit unseres Geschäftsmodells und unser Wachstumspotenzial im digitalen Versicherungsmarkt weiter Anerkennung findet. Auch der erfolgreiche Börsenauftakt des amerikanischen Insurtechs Lemonade verdeutlicht das hohe Upside-Potenzial für unsere Aktie.“ kommentiert Dr. Stefan Knoll, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Deutschen Familienversicherung.

Der Nettoemissionserlös aus der Kapitalerhöhung soll von der Gesellschaft zur Fortführung der bisherigen Wachstumsstrategie, einschließlich der Gründung neuer Risikoträger beziehungsweise der Gründung eines Krankenversicherers und eines Sachversicherers sowie der Entwicklung neuer Produkte verwendet werden.

Diese Maßnahmen sind die Grundvoraussetzungen für die Ausweitung des Produktportfolios im Bereich der Krankenversicherung und des damit einhergehenden vergrößerten Marktpotenzials. In 2021 soll sich im Rahmen dieser Strategie die Gründung eines Lebensversicherers anschließen. Mit den neuen Risikoträgern beginnt das Frankfurter Unternehmen den Aufbau einer Konzernstruktur und verlässt damit die Rolle eines Start-Ups.

Grundsätzliches Ziel der Strategie ist die Beschleunigung des eingeschlagenen Wachstumskurses, nachdem sich abzeichnet, dass die angestrebten 100.000 Neuverträge auch in 2020 wieder erreicht werden.

Die neuen Aktien aus der Kapitalerhöhung sollen voraussichtlich am 8. Juli 2020 prospektfrei in den Börsenhandel in die bestehende Notierung im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen werden. Begleitet wurde die Privatplatzierung von der MainFirst Bank AG als Sole Global Coordinator und Sole Bookrunner.

Foto: Deutsche Familienversicherung

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