14. September 2020, 14:58
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Die Gründe für ein Elektroauto

Die Kölner DEVK ist einer der größten Kfz-Versicherer im Markt. Jetzt wollte die Gesellschaft wissen, warum Autofahrer den Weg in die Elektromobilität wählen oder eben doch lieber beim Benziner, Diesel oder Erdgasantrieb bleiben.

DEVK-PM-2020-09-14-Eobilita T-Grafik in Die Gründe für ein Elektroauto

Nur ein Drittel der Autofahrer möchte nicht auf eine Elektroauto umsteigen. Bei 47 Millionen Kraftfahrzeugen immmerhin 15,5 Millionen Autofahrer.

Trotz hoher Wartezeiten und geringem Fahrzeugangebot liegen Elektroautos im Trend. In den letzten Wochen ist der Stromer-Anteil an den Neuzulassungen in Deutschland auf über sechs Prozent gestiegen. Ein wichtiger Grund dafür sind die im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets erhöhten staatlichen Zuschüsse.

Viele Menschen bleiben jedoch skeptisch: Bei technischen Aspekten wie Reichweite, Ladeinfrastruktur und Batterierecycling gibt es deutliche Kritik. Welche Gründe sprechen also für den Kauf eines elektrischen Fahrzeugs? Und wo sehen Kauf-Interessenten noch Verbesserungspotenzial?

 

Argumente für Elektroautos

Die Umfrage der DEVK Versicherungen zeigt: Mit 43 Prozent verstehen die meisten Deutschen den Umweltschutz als wichtigstes Argument für die Anschaffung eines E-Autos. Mit deutlichem Abstand nennen 21 Prozent das Thema Lärmschutz.

Immerhin 17 Prozent der Teilnehmer sehen in einem Kauf auch die Chance, Fortschritt zu unterstützen – also Elektromobilität technisch weiter nach vorne zu bringen. Hier ist die Zustimmung bei jungen Befragten besonders ausgeprägt.

Geringere Kosten und Umweltprämie attraktiv

Für immerhin 19 Prozent der Deutschen sind die aktuell hohen staatlichen Prämien ein wichtiger Grund für die Anschaffung eines Elektroautos. Vor allem Männer legen darauf großen Wert (23 Prozent). Insgesamt nennen nur 9 Prozent der Deutschen grundsätzlich attraktive Preise als Argument für einen Kauf.

Eher sehen die Befragten Potenzial durch geringere Kosten im Alltag, weil Strom z. B. günstiger ist als Diesel oder Benzin und ein Elektromotor weniger Verschleißteile besitzt. Das spricht für 15 Prozent der Deutschen für ein Elektroauto. 

Bei Steuern und Versicherung sparen

Nicht zu unterschätzen sind die steuerlichen Ersparnisse. Reine E-Autos, die bis 2025 neu zugelassen werden, sind zehn Jahre lang steuerbefreit. Auch im Anschluss fallen in der Regel geringere Steuern an als bei einem Verbrenner. Sparpotenzial gibt es auch bei der Versicherung.

Die DEVK beziffert das Einsparvolumen allein bei den Beitragen für die Kfz-Haftplichtversicherung allein auf 15 Prozent. Besitzer von Hybrid-Pkw bekommen immerhin fünf Prozent Ermäßigung.

Ein Drittel sieht keine Gründe für eine Anschaffung

Einige Deutschen sehen in weniger Störungen und Wartungsarbeiten ein Argument für Elektroautos. Den Besitz eines elektrischen Fahrzeugs aus Prestige-Gründen können sich nur wenige vorstellen. Noch sind E-Autos jedoch nicht von allen Befragten akzeptiert. 33 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sehen keine Gründe für eine Anschaffung. Diese Meinung vertreten vor allem Frauen (37 Prozent) sowie Befragte über 55 Jahre (45 Prozent).

Das muss sich noch ändern

Auf die Frage „Was müsste sich ändern, damit für Sie die Anschaffung eines (weiteren) Elektroautos in Frage käme?“, sind sich die Befragten einig: 38 Prozent wünschen sich einen niedrigeren Kaufpreis. Diese Erwartung richtet sich vor allem an die Hersteller – nur neun Prozent der Befragten forderten eine noch höhere staatliche Förderung.

Ausgereiftere Technik im Fokus

Direkt nach den finanziellen Rahmenbedingungen folgen technische Details. 37 Prozent der Befragten fordern eine höhere Reichweite, 31 Prozent eine bessere Ladeinfrastruktur. Darauf legen besonders Männer und Besitzer von Pkw viel Wert.

Bauchschmerzen bereitet den Deutschen die Lebensdauer der Batterien (23 Prozent). Für 18 Prozent ist deren nachhaltiges Recycling Voraussetzung für einen Kauf. Eine generell ausgereiftere Technik wünschen sich 12 Prozent. Ein vielfältiges Fahrzeugangebot spielt mit 5 Prozent kaum eine Rolle.

Besonders junge Menschen wünschen sich noch Verbesserungen: Von den 18 bis 24-Jährigen fordern 28 Prozent eine längere Lebensdauer der Batterien und 22 Prozent ein besseres nachhaltigeres Recycling sowie 17 Prozent eine insgesamt reifere Technik.

Einige Befragte besonders skeptisch

Unter jungen Menschen ist die Akzeptanz für die neue Technik am größten: Nur elf  Prozent der 18 bis 24-Jährigen schließen den Kauf eines Elektroautos ganz aus. Über alle Befragte trifft das auf 24 Prozent zu, wobei besonders Frauen (28 Prozent) und Menschen über 55 Jahren (32 Prozent) skeptisch bleiben und eine Anschaffung kategorisch ausschließen. Auf jeden Fall herrscht in den Augen der Befragten noch viel Verbesserungspotenzial. (dr)

Foto:

1 Kommentar

  1. Wer sich mit echten Fachleuten unterhält, erfährt, das reine E-Autos ein Irrweg sind. Von der Politik übereifrig “beschlossen” und jetzt stur in den Markt gedrückt. Wir brauchen Hybridfahrzeuge, die mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden können und Bremsenergie rückgewinnen, die dann zur Beschleunigung genutzt wird und damit den Verbrauch deutlich reduziert !

    Kommentar von Nils Fischer — 15. September 2020 @ 18:22

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