23. September 2020, 14:55
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DISQ: Die besten Kfz-Versicherer

Und es gibt erhebliche Preis-Leistungs-Unterschiede in der Kfz-Versicherung. Im Idealfall lassen sich bis zu 80 Prozent einsparen. Das zeigt das neue DISQ-Rating unter 27 Kfz-Versicherern, darunter 19 Filial- sowie acht Direktversicherer. Drei Einzeltarife erhielten ein „sehr gut“. Auf Platz eins kamen der Marktführer HUK-Coburg und  der Direktversicherer CosmosDirekt.

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Der 30. November gilt als der Stichtag für viele Autofahrer, weil bis dahin viele Kfz-Versicherungen kündbar und ein Anbieterwechsel möglich. Ob man mit einem Wechsel buchstäblich besser fährt, klärt ein Kosten- und Leistungs-Vergleich. Welche Versicherer aktuell top sind, zeigt der Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität, das im Auftrag des Nachrichtensenders Ntv die Tarife von 27 Kfz-Versicherern geprüft hat.

Sparpotenzial im Extremfall über 80 Prozent

Große Preisunterschiede verzeichnen die leistungsstärksten Versicherungen, die sogenannten Komfort-Tarife. Bei den Filialversicherern liegt die höchste Ersparnis hier bei 72,6 Prozent, wenn der günstigste anstelle des teuersten Komfort-Tarifs gewählt wird (Kundenprofil: Familie mit Auto der Mittelklasse, zum Beispiel Audi A4). Bei den Direktversicherern liegt die maximale Ersparnis bei immerhin 61,0 Prozent (Profil: Familie mit Auto der oberen Mittelklasse, zum Beispiel 5er BMW).

Kunden, die einen möglichst günstigen Tarif suchen, müssen in der Regel Abstriche beim Versicherungsumfang machen; so sind etwa eine Mallorca-Police oder die freie Werkstattwahl häufig nicht enthalten.

Aber auch bei den Basis-Tarifen lohnt ein Blick auf die Kosten: Durch einen Vergleich der Direktversicherer lassen sich bei Wahl des günstigsten statt des teuersten Anbieters bis zu 80,8 Prozent sparen (Szenario: Paar mit Mittelklassewagen).

Täuschung durch Tarifbezeichnungen?

Die vergleichbaren Tarife der Versicherer unterscheiden sich aber nicht nur preislich, sondern auch in puncto Versicherungsschutz. In der Summe aus Preis und Leistungen ergeben sich im Endergebnis Qualitätsurteile, die von „sehr gut“ bis „mangelhaft“ reichen. Bemerkenswert: Der beste Basis-Tarif bietet sogar umfassendere Schutzleistungen als der schlechteste Komfort-Tarif beider Versicherungsgruppen. Somit rechtfertigen nicht alle Komfort-Tarife ihren meist höheren Preis.

Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität, rät: „Ganz gleich, ob man als Autobesitzer einen Filial- oder einen Direktversicherer bevorzugt – das Sparpotenzial ist generell hoch. Bei der Tarifsuche sollte man sich nicht von Bezeichnungen wie Basis oder Komfort ablenken lassen. Der Test belegt, dass auch Basis-Tarife einen umfangreichen Schutz bieten können, genauso wie Komfort-Tarife nicht automatisch teurer sein müssen.“

Die besten Kfz-Filialversicherer

Testsieger der Kfz-Filialversicherer ist HUK-Coburg mit dem Qualitätsurteil „gut“. Der Basis-Tarif ist im Filialversicherer-Vergleich das preislich attraktivste Produkt. Zudem nimmt HUK-Coburg bei der Analyse der Komfort-Tarife den zweiten Rang ein. Insbesondere die günstigen Prämien fallen hier positiv ins Gewicht; die Tarifkosten im Nutzerprofil Single/Einzelfahrer sind sogar die niedrigsten.

Den zweiten Rang sichert sich HDI (Qualitätsurteil: „gut“). Der Anbieter offeriert mit dem Tarif „HDI Motor Premium“ den insgesamt besten Komfort -Tarif der Filialversicherer und punktet mit niedrigen Kosten in beiden untersuchten Tarifvarianten (Basis und Komfort).

Auf Platz drei positioniert sich Signal Iduna (Qualitätsurteil: „gut“). Das Unternehmen bietet unter den Filialversicherern den besten Basis-Tarif, der unter anderem Mallorca-Police, freie Werkstattwahl und einen unbegrenzten Versicherungsschutz für fest eingebautes Sonderzubehör beinhaltet.

Die besten Kfz-Direktversicherer

CosmosDirekt (Qualitätsurteil: „gut“) ist der beste Kfz-Direktversicherer. Die Versicherungsausstattung des Anbieters fällt sowohl beim Basis- als auch beim Komfort-Tarif umfangreich aus. So beinhalten beide Tarife beispielsweise auch eine Mallorca-Police, eine erweiterte Wildtierschadendeckung sowie den unbegrenzten Schutz für fest eingebautes Sonderzubehör. Im Gesamtergebnis (Kosten und Ausstattung) ist das CosmosDirekt-Produkt „Basis-Schutz mit Werkstattbindung“ der insgesamt beste Basis-Tarif.

Rang zwei nimmt die Allianz Direct ein (Qualitätsurteil: „gut“). Der Versicherer verfügt über den besten Komfort-Tarif der Direktversicherer. Die Ausstattung umfasst unter anderem auch die Neupreis-Erstattung bei Totalschaden und Diebstahl/Verlust bis 24 Monate. Zudem ist der Basis-Tarif im Vergleich der Direktversicherer der insgesamt günstigste.

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Auf Rang drei folgte HUK24. Der Komfort-Tarif bietet zu vergleichsweise niedrigen Kosten einen sehr umfangreichen Versicherungsschutz. Zudem punktet der Basis-Tarif mit der im Vergleich der Direktversicherer zweitniedrigsten Versicherungsprämie.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität testete 27 Kfz-Versicherer, darunter 19 Filial- sowie acht Direktversicherer. Im Rahmen einer Produktanalyse erfolgte eine umfassende Bewertung aktueller Tarifkosten und Versicherungsleistungen. Untersucht wurden die jeweils günstigsten Produkte (Basis-Tarife) sowie die Versicherungen mit der höchsten Leistungsabdeckung (Komfort-Tarife) für zwölf verschiedene Szenarien: drei Nutzerprofile in Kombination mit vier Automobilklassen. (dr)

Foto: Disq

 

1 Kommentar

  1. Es ist dies wieder einmal eine dieser unsinnigen, mit erheblicher Augenwischerei verbundenen Umfragen, die mehr zur Verbraucher-Verblödung beiträgt, als dem Verbraucher zu nutzen. Ihr Bericht geht mit keinem Wort darauf ein, dass bei dem Rating erwähnt wurde, dass 29 % der Versicherten, bzw. 31 % bei Direktversicherern im Schadenfall Probleme gehabt haben und mit der Schadenregulierung keinesfalls zufrieden sind. Diese Fakten wurden auch bei einer Veröffentlichung dieses Ratings bei einer anderen Quelle der Finanzfachpresse veröffentlicht.

    Stellen Sie sich einmal vor, Sie gehen in ein schönes Lokal, einfach nur, weil Sie etwas Schickes essen wollen oder gar, weil Sie das Restaurant für eine regionale Zeitschrift bewerten sollen.

    Vorher noch zum Durchschnitt, in dem Bericht 29 % bzw. 31 % der Versicherten, die schlechte Erfahrungen bei einem Schaden machten. Nachdem es aber Versicherer gibt, die durchaus korrekt und schnell ihre Schäden regulieren, senken diese die Durchschnittszahlen. Dies bedeutet im Umkehrschluss, Versicherer, die ihre Schäden schlecht regulieren, haben dabei noch höhere Werte als die Durchschnittszahlen, vielleicht 45 % oder 50 % an Versicherten mit schlechten Erfahrungen.

    Nun zurück zu unserem Restaurant. 10 % Ihrer Bewertung entfallen auf die Einrichtung, das Ambiente und die Atmosphäre in dem Lokal. Alles wunderbar. Weitere 10 % entfallen auf die Speisekarte, Darstellung, Layout, Vielfalt des Angebotes, auch alles sehr gut. 20 % entfallen auf das Auftreten der Mitarbeiter, also angemessene Kleidung, Freundlichkeit, schneller Service, Kompetenz bei der Auswahl von Speisen und dazu passender Getränken. Ebenfalls alles bestens. Verbleiben noch 60 % für die eigentliche Leistung, nämlich für die Bewertung der dargebotenen Speisen. Schließlich kommt das Essen – und es schmeckt wie der letzte Schweinefraß. Vielleicht müssen Sie sich auf dem Nachhauseweg deswegen sogar mehrfach übergeben und daheim kommt Ihnen schließlich noch das große Kotzen. In den folgenden Tagen erfahren Sie, dass nicht nur Sie das Essen in dem Lokal derart mies finden, sondern dass noch 45 % bis 50 % (auch hier funktioniert keine Durchschnittsbildung) aller anderen Gäste dasselbe sagen.

    Da können Einrichtung und Ambiente, Vielfalt des Angebotes in der Speisekarte und die Mitarbeiter noch so toll sein, in der Erbringung der HAUPTLEISTUNG, nämlich ein gutes Essen auf den Tisch zu bringen, hat das Restaurant vollständig versagt. Damit ist es völlig unerheblich, wie toll die Nebenleistungen waren, das Restaurant hat einfach versagt, ungenügend – sechs – setzen, durchgefallen!

    Wenn ein Restaurant miese Leistungen erbringt, ist es ganz einfach durchgefallen. Wenn ein Fleischlieferant mieses Fleisch liefert und sich die Ratten in den Lagerräumen breit machen, dann ist dieser ganz einfach irgendwann einmal durchgefallen. Wenn ein Versicherungsmakler zu blöd ist, eine Schadenanzeige korrekt für seinen Klienten auszufüllen, dann ist dieser ebenfalls irgendwann einmal durchgefallen.

    Ganz anders liest sich dann, wenn Versicherer nach ähnlichem Muster bewertet werden. Da werden dann beweihräuchernde (vielleicht sogar selbst beweihräuchernde) Artikel verfasst. Statt der Hauptleistung wird der Service bewertet. Man fragt sich, welcher Service? Wenn die Hauptleistung nicht stimmt, kann man sich das dumme Geschwätz und Dahergelabere auf irgendwelchen Internetseiten und Prospekten auch gleich sparen.

    Schließlich lässt man die Verbraucher auch noch die Vertragsleistungen bewerten. Respekt, wie wollen die das aber tun? Haben wirklich alle dieser befragten Verbraucher die kompletten Versicherungsbedingungen, bei manchen Versicherern 60 bis 80 Seiten, gelesen? Und verstanden? Haben die sich tatsächlich mit bis zu 50 Leistungsunterschieden in einer KFZ-Versicherung (in anderen Sparten bekanntlich ganz locker auch 80 bis 90 Leistungsunterschiede) intensiv beschäftigt? Und wie haben diese Verbraucher die Leistungsmerkmale entdeckt, die manche Versicherer überhaupt nicht anbieten? Selbst spezialisierte Anwaltskanzleien sind der Auffassung, dass der normale, unbedarfte Verbraucher auch nicht annähernd in der Lage ist, sich einen geeigneten Versicherungsschutz herauszusuchen.

    Für die Bewertung der Hauptleistung werden dann ganze 10 % aufgewendet und das Ganze wird auch noch unter dem Punkt Ärgernisse und Empfehlungsbereitschaft gekehrt.

    Was vielleicht so manche Versicherer selbst noch immer nicht gemerkt haben: Einen Versicherungsvertrag schließt man nur deshalb ab, damit der Versicherer im Schadenfall die zugesagte Leistung erbringt und zwar ohne Wenn und Aber. Wenn ein Versicherer das nicht kann und vielleicht 30 %, tatsächlich wohl aber eher 45 % bis 50 % Schadenregulierung hat, bei welcher “es nicht so rosig aussieht”, dann hat dieser Versicherer bei der Erbringung der Hauptleistung versagt. Ungenügend – sechs – setzen, durchgefallen! So sollte es auch in solchen Fällen lauten! Da braucht es dann kein Preis-Leistungs-Verhältnis (welche Leistung??) mehr, auch keine Vertragsleistungen und Service. Da sollte man dem Verbraucher sagen, dass solche Versicherer nur eines sind, nämlich miese Saftläden, ganz einfach Schrott-Versicherer.

    Statt unsinnige Qualitätsurteile zu verbreiten, sollte man den Verbraucher besser sensibilisieren, wo er denn Informationen findet, über Versicherer, die ständig und regelmäßig ihre Hauptleistungen nicht erbringen. Dazu könnte man beispielsweise auf die Internet-Seite ‘www.captain-huk.de’ verweisen. Oder auf die unzähligen Artikel der Fachpresse der vergangenen Jahre. Das wären einmal Informationen, mit welchen Verbraucher erkennen, welche Versicherer zu den miesen Saftläden und Schrott-Versicherern gehören.

    Kommentar von finacura Versicherungsmakler UG - Wolfgang Dworschak — 25. September 2020 @ 12:33

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